Rosenheim Oberbürgermeister Abuzar Erdogan hat als Schirmherr des Gautages die Trachtler und Zuschauer in „Rosenheims Wohnzimmer“, auf dem Max-Josefs-Platz, begrüßt. Er verglich die lieb gewonnenen Menschen in einem Wohnzimmer mit dem Zusammenkommen des Gauverbandes in seiner Gründerstadt und spannte den Bogen mit der Feststellung: „die Trachtler und ich als Oberbürgermeister, wir alle arbeiten für die gemeinsame Heimat“.
Während in der Auerbräu-Festhalle zeitgleich die Delegiertenversammlung des Gauverbandes stattfand, präsentierten sich Kinder, Jugendliche und Aktive des Gauverbandes I am Max-Josefs-Platz. Abwechslungsreiche Auftritte, ein begeistertes Publikum und am Ende ein fulminanter Gemeinschaftsauftritt ergaben ein überwältigendes Bild. So bunt wie die verschiedenen Trachten waren auch die Darbietungen. Plattler, Mühlradl, Auftanz und vieles mehr gab es zu bestaunen.
Improvisationstalent bewiesen Verantwortliche und Teilnehmer, als spontan der krönende Abschluss, der Gemeinschaftsauftritt, dem nahenden Gewitterschauer angepasst und vorgezogen werden musste. Am Ende wurde genau dieser Gemeinschaftsauftritt ein zweites Mal zum Besten gegeben, damit sich alle jungen Trachtler vor „ihrer“ Schirmherrin und der neuen Standarte des Verbandes gebührend präsentieren konnten. Trotz ihres straffen Terminplans ließ es sich Ilse Aigner nicht nehmen, sich spontan unter die Hauptakteure des Tages, die Trachtlerjugend, zu mischen.
Wette verloren! So lautete das vermeintlich traurige Fazit, stand doch zu Beginn der Planungen um den Gautag die Herausforderung durch Ilse Aigner: Der Gauverband I schaffe es nicht, sich mit 1.000 Nachwuchstrachtlern gemeinsam tanzend und plattelnd auf dem Max-Josefs-Platz zu präsentieren. Bayerns Landtagspräsidentin ging zwar als Siegerin hervor.
Mitgerissen von den Eindrücken des Tages, gehen die Trachtler aber als moralischer Sieger um den Wetteinsatz hervor, so der Tenor von Ilse Aigner und Erstem Gauvorstand Michi Hauser. Zwei riesengroße Kreise tanzender junger Trachtler, die den Max-Josefs-Platz ausfüllten, eine perfekte Moderation von Gaumusikwart Markus Gromes und jubelnde Zuschauer ergaben Bilder und Eindrücke unvergesslicher Art.
„Miteinander
und Füreinander“
„Miteinander und Füreinander“ – das Motto um den Gautag fand mit der Siegerehrung um die besten Beiträge beim vorausgegangenen Instagram-Beitragswettbewerb einen weiteren Höhepunkt. Knapp 1,2 Millionen Aufrufe zählten die zehn veröffentlichten Beiträge, die allesamt die gestellte Aufgabe „zeigt in einem kurzen Video, was die Trachtensache so besonders macht“ mit Bravur gemeistert hatten. Klarer Sieger dabei war das Video aus Peterskirchen, gefolgt von denen aus Endorf und Westerham.
Die Siegervereine erhielten jeweils einen Geldpreis, mit dem ein anonymer Spender ihre Kreativität gebührend belohnte. Die Verantwortlichen im Verband sind sich einig: Im Bereich der sozialen Medien hätte es keine bessere Darstellung der Trachtensache geben können. Den Auftakt bildete ein lautstarker Gemeinschaftsplattler, gefolgt von Brauchtumstänzen. Mit dem Jubiläumstanz der Gaugruppe des Gauverbandes zu Ehren von Ilse Aigner wurde die Wetteinlösung bestätigt.
Die Landtagspräsidentin betonte: „Heute ist ein echter Festtag für mich als stolze Trachtlerin“. Wie sehr die große Gemeinschaft der Rosenheimer Trachtenvereine gelebt wird, zeigte die Rosenheimer Trachtenjugend im Verbund der drei Stadtvereine bei der gemeinsamen Kreuzpolka auf.
Die Ziachmusi von Stamm I, die Außergebirg Musikanten und die Musikkapelle Bad Endorf gaben musikalisch beim Festabend den Ton an. Die Gaugruppe des Paten der neuen Gaustandarte, des Bayerischen Inngautrachtenverbandes, beteiligte sich ebenso wie die Gebietsgruppe des Gebietes Simssee und die Gaujugendgruppe, beide aus den Kreisen des Gastgebers.
Mit ihrem Festtanz sorgte die Aktivengruppe der D’Jenbachtaler Bad Feilnbach für den krönenden Abschluss des Festabends, der in seiner Gesamtheit Bayerns Trachtenkultur von seiner schönsten Seite zeigte.
Weitere Bilder vom Gautag in Rosenheim finden Sie unter ovb-online.de.