Beste Laune trotz Wetterkapriolen

von Redaktion

Gauheimattag des Oberlandler Gauverbandes in Willing: Festzugabsage wegen Regenschauern

Auch gestandene Männer zeigten sich bei der Trachtenschau.

Willing – Wetterkapriolen haben den „Gauhoamatdog“ des Oberlandler Gauverbands beherrscht, den der Heimat- und Volkstrachtenverein Willing ausgerichtet hat. Der Festgottesdienst im Freien wurde bereits von teils kräftigen Regengüssen begleitet, der geplante Festzug musste dann aufgrund der Witterung ausfallen. Die Trachtler zeigten sich jedoch davon unbeeindruckt und legten ein eindrucksvolles Bekenntnis zu Glauben und althergebrachtem Brauchtum ab.

Trachtenschau
noch im Trockenen

Schon am frühen Morgen trafen die 47 Vereine des Gauverbands, der Bruderverein Edelweiß Bad Aibling sowie ein Fahnenblock der Vereinigung der 18 Trachtenvereine des Altlandkreises Bad Aibling im Festzelt ein.

Die Trachtenschau fand noch im Trockenen statt, doch während die Trachtler mit ihren Ehrengästen, darunter die Landtagsabgeordneten Sebastian Friesinger und Andreas Winhart, Rosenheims Landrat Otto Lederer, Bad Aiblings Bürgermeisterin Kirsten Hieble-Fritz sowie die Gau-Ehrenmitglieder, zur heiligen Messe zogen, kamen die ersten „feuchten Grüße von oben“ und später beherrschten aufgespannte Regenschirme das Bild vor dem Feldaltar.

Gauvorstand Schorsch Englhart ermunterte die Trachtler, bei der Sache zu bleiben, und rief ihnen zu: „Den weiß-blauen Himmel lass lass ma uns net vertreiben, Tracht und Brauchtum sollen stets erhalten bleiben.“ Pfarrer Philipp Kielbassa zelebrierte den Festgottesdienst und der evangelische Pfarrer Markus Merz hielt statt der Epistel ein zum Festtag passendes Grußwort.

Pfarrer Kielbassa über
„die Kraft des Glaubens“

In seiner Ansprache ging Kielbassa auf das Evangelium des Tages vom Schatz im Acker ein. „Wichtig ist nicht, etwas zu besitzen, wichtig ist, das Wichtige vom Unwichtigen zu unterscheiden“, so der Pfarrer, der in Anspielung auf das unbeständige Wetter zudem sicher war, dass „auch bei grauem Himmel die Kraft des Glaubens leuchtet“.

Musikalisch umrahmt wurde der Festgottesdienst von der Willinger Musi, die Fürbitten lasen Trachtler des Festvereins. Oberlandler-Vorstand Thomas Schmid dankte dem Pfarrer für die würdige Messfeier und allen Anwesenden „fürs Durchhalten“ im Regen. Zum Schluss des Festgottesdienstes stimmten alle in das „Großer Gott, wir loben dich…“ ein und nach der gemeinsam gesungenen Bayernhymne löste sich die Schar der Mitfeierer in Richtung Festzelt auf.

Rückweg unter
Marschmusik

Einige Vereine ließen es sich dabei nicht nehmen, trotz der immer wieder einsetzenden Regenschauer geschlossen und mit Marschmusik den Rückweg anzutreten. Im Zelt selbst wurden alle Teilnehmer rasch mit fester und flüssiger Nahrung versorgt. Nach den obligatorischen Ehrentänzen blieb noch genügend Zeit für einen „Ratsch“ miteinander, und an den diversen Bars im Freien sowie im Festzelt ließ es sich zudem gut aushalten.

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