Wertvolle Naturflächen gerettet

von Redaktion

Landschaftspflegeverband zieht positive Bilanz

Rosenheim/Großkarolinenfeld – Der Landschaftspflegeverband Rosenheim (LPV) hat bei seiner Jahresversammlung in Großkarolinenfeld trotz drastischer Fördermitteleinbrüche im Jahr 2025 eine positive Bilanz gezogen. Wie der LPV mitteilt, stand die Versammlung ganz im Zeichen des Erhalts naturschutzfachlich wertvoller Lebensräume, die in den vergangenen Jahren mit großem Aufwand gepflegt worden waren.

Vorsitzender Georg Reinthaler dankte allen Vorstandskollegen für die gute Zusammenarbeit und den gemeinsamen Einsatz, das Thema der stark gekürzten Fördermittel in die breite Öffentlichkeit zu tragen. Sein Dank galt außerdem den in der Landschaftspflege tätigen Landwirten, die trotz wegbrechender Einnahmen dem LPV als Partner treu geblieben seien, sowie den Mitarbeiterinnen, die trotz schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen herausragende Arbeit geleistet hätten.

„Durch ein unerwartet hohes Spendenaufkommen konnten die wertvollsten Moorwiesen, Extensivwiesen und Magerrasen im Landkreis auch 2025 weiterhin gepflegt und somit in ihrer Artenvielfalt bewahrt werden“, erklärte Reinthaler.

Seinen besonderen Dank richtete er an Privatpersonen, Gemeinden und Firmen, die großzügig gespendet und damit wesentlich zum Erhalt einzigartiger Biotopflächen sowie zum Schutz vieler vom Aussterben bedrohter Arten – wie etwa der Gelbbauchunke – beigetragen hätten.

Die Fachkräfte des LPV berichteten anschließend über ihre Tätigkeiten im vergangenen Jahr. Dazu zählten unter anderem die Betreuung von Ausgleichsflächen für Gemeinden sowie die Organisation und Umsetzung von Eidechsenhabitaten in der Gemeinde Amerang, die im Rahmen eines Bebauungsplans realisiert wurden. Besonders hervorzuheben sind laut LPV drei Obstsortenerhaltungsgärten, die in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Rosenheim entstanden sind. Im Projekt „Apfel-Birne-Berge“ wurden viele seltene, regional besondere Apfel- und Birnensorten ausfindig gemacht.

Der LPV ist ein freiwilliger Verbund von Kommunen, Landwirtschaft und Naturschutz und hat sich 2017 gegründet. Zuvor hatte die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamtes Rosenheim über 20 Jahre lang die Streu- und Feuchtwiesenpflege im Landkreis organisiert. Im Jahr 2024 wurden im Auftrag des LPV rund 500 Hektar Flächen gepflegt. Das Gesamtbudget dafür belief sich auf 1,8 Millionen Euro, wovon 1,4 Millionen Euro aus dem Programm der „Landschaftspflege- und Naturpark-Richtlinie“ stammten.

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