Rosenheim – Bereits um sieben Uhr morgens erklang vor der Flötzinger Brauerei in Rosenheim bayerische Volksmusik. Ein wenig Unterhaltung für die gut 70 Leute, die an diesem Montag (27. Juli) vor den noch geschlossenen Brauereitoren warteten. Sie alle sind hier, um einen der begehrten Tische im Festzelt auf dem Rosenheimer Herbstfest zu ergattern – und das, obwohl es dieses Jahr zum ersten Mal auch online über ein Reservierungsportal gehen würde.
„Der Erste ist schon um 2.45 Uhr hier gewesen und hat sich eingereiht“, sagt Wolfgang Dichtl. Der Flötzinger-Festzeltleiter behält alles rund um das Herbstfest genau im Blick. Mit dem Reservierungsstart sei er sehr zufrieden. „Man merkt die Vorfreude auf die Wiesn: Die Leute, die anstehen, haben gute Stimmung“, sagt er.
So auch Maxi. Er ist Azubi und wurde von seiner Arbeit in die Schlange an der Flötzinger Brauerei geschickt. „Der Plan ist ein Tisch für einen Donnerstag“, sagt er. Noch steht er auf der Treppe, die hoch ins Büro führt. Ganze zwei Stockwerke müssen die Wartenden zurücklegen, bevor sie eine Chance auf einen Tisch bekommen. Doch mit der Vorfreude auf die fünfte Jahreszeit sollte das kein Problem sein. Dabei freut sich Maxi auf eine Sache am meisten: „Eigentlich aufs Bier“, sagt er und lacht.
Eine kleine Flasche Bier und andere Getränke gab es auch vor dem Eingang der Brauerei. So konnten die Wartenden die Zeit ein wenig überbrücken. Denn vor Ort müsste eigentlich keiner sein, schließlich gibt es seit diesem Jahr die Möglichkeit, Tische online zu reservieren. „Für uns war das Neuland, aber es hat sehr gut funktioniert“, zieht Dichtl sein Fazit. Gleichzeitig verrät der Festzeltchef aber auch, dass sich das Warten vor der Brauerei lohnt. „Wir haben für die Leute, die anstehen, ein paar Tische geblockt“, sagt er. So wolle man möglichst alle Wünsche erfüllen. „Wenn die Leute sich schon so früh auf den Weg machen“, sagt Dichtl.
.Sophie Mischner