Rosenheim/München – Grund zur Freude gibt es im Funkhaus Rosenheim: Alpin FM ist am Dienstagabend in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz mit dem Dialektpreis Bayern 2026 für den Bezirk Oberbayern ausgezeichnet worden. Heimatminister Albert Füracker überreichte den Preis und hielt auch die Laudatio.
Für Alpin FM-Geschäftsführer Andreas Nickl ist die Auszeichnung eine Würdigung des großen Netzwerks an Mitarbeitern im Voralpenland, welches das Radioprogramm in dieser Form erst möglich macht. „Unser Konzept ist aufgegangen. Alpin FM findet nicht nur bei den Hörern, sondern überhaupt Beachtung“, sagte Nickl. Der private Radiosender aus Rosenheim sendet unter dem Slogan „echt. bairisch.“ aus dem Herzen Oberbayerns. Musik, Nachrichten und Geschichten aus der Region sollen das Lebensgefühl der Alpen ins Radio bringen. Zum Programm gehören unter anderem die halbstündlichen „Nachrichten auf Boarisch“, Gespräche mit der „Ratschkathl“ sowie Interviews mit Bands, Künstlern und Menschen aus der Region – selbstverständlich im Dialekt. Über DAB+ und das Internetradio ist das Programm auch über Bayern hinaus zu hören.
Die Idee für das „Bayern-Format“ entstand vor sechs Jahren. Im Digitalradiobereich war Platz für ein neues Programm. „Das war für uns die Gelegenheit, schon bestehende Experimente Wirklichkeit werden zu lassen“, erinnert sich Nickl.
Der Bayerische Dialektpreis ist inzwischen ein fester Bestandteil der bayerischen Heimatpflege. Mit der Auszeichnung würdigt das Heimatministerium Menschen und Initiativen, die sich in besonderer Weise für die bayerischen Mundarten einsetzen und dazu beitragen, die sprachliche Vielfalt des Freistaats lebendig zu halten. Bei der Preisverleihung wurde betont: „Dialekt sollte eigentlich das Normalste der Welt sein.“
Insgesamt wurden in diesem Jahr acht Auszeichnungen an Persönlichkeiten und Gruppen aus unterschiedlichen Bereichen vergeben. Vertreten sind unter anderem Musik, Literatur, Forschung, Theater und Medien.
Neben Alpin FM wurden Dr. Sebastian Daller (Niederbayern), Dieter Radl (Oberpfalz), Sebastian Wastel Kaus (Oberfranken), die Schwabacher Marionetten-Bühne mit dem Meiers Gerch (Mittelfranken), Stefan Menz und Rosie Füglein (Unterfranken), Werner Specht (Schwaben), Lorens Loserth (Sudetendeutsche), die Arbeitsgruppe „So babbele mir“, der Jugendtreff Mönchberg (Unterfranken), die Klasse 5f des König-Karlmann-Gymnasiums in Altötting sowie die Trachtenjugend Edenstetten ausgezeichnet. Seit 2017 wurden damit inzwischen rund 70 Persönlichkeiten und Gruppen mit dem Bayerischen Dialektpreis geehrt. Die Auszeichnung ist mit jeweils 1.000 Euro dotiert.