Rosenheim – Rund eine Million Euro zusätzlich lässt sich der Landkreis Rosenheim die Neugestaltung des Foyers im Landratsamt kosten. Der Kreisausschuss stimmte den entsprechenden Planungen einstimmig zu, wie das Landratsamt Rosenheim in einer Pressemitteilung berichtet.
Im Zuge der Generalsanierung des Hauptgebäudes wird demnach auch der Eingangsbereich der Behörde umgestaltet – mit dem Ziel, ihn bürgerfreundlicher und barrierefreier zu machen. Die entsprechenden Pläne stellte Architekt Thomas Strähle kürzlich im Kreisausschuss vor und überzeugte damit trotz der Mehrkosten.
Landrat Otto Lederer nannte mehrere Gründe für die Neugestaltung von Foyer und Untergeschoss. „Wir haben uns Gedanken gemacht, wie ein Foyer ausschauen soll, wie wir die Bürger empfangen und gleichzeitig die Kollegen entlasten können“, erklärte er. Neben der Barrierefreiheit verwies der Landrat auf gestiegene Anforderungen an das Veterinäramt sowie auf statische Probleme im Gebäude.
Tatsächlich entspreche die Dachkonstruktion des 1967 errichteten Eingangsbereichs nicht mehr den heutigen statischen Vorgaben, heißt es weiter. Auch die Dachentwässerung müsse dringend angepasst werden. Um das Foyer barrierefrei zu gestalten, sollen die Durchgangsbreiten der Türen vergrößert und die Höhe der Theke teilweise verringert werden, damit sie etwa den Bedürfnissen von Rollstuhlfahrern entspricht. Zusätzlich seien Leitelemente und mobile Hörschleifen vorgesehen.
Laut Amtsleiterin Alexandra Wolf suchen täglich zwischen 100 und 130 Menschen die Behörde auf. Sie sollen künftig nicht nur freundlich empfangen werden, sondern auch eine bessere Servicequalität vorfinden. Wolf bezeichnete dieses Konzept als „First Level Support“ – wiederkehrende Anliegen sollen dabei sofort erledigt werden können. Dafür entstehen im Foyer flexibel buchbare Besprechungsräume, in denen ein Teil des Parteiverkehrs abgewickelt werden soll.
Bereits 2019 war der Umzug des Veterinäramtes von Bad Aibling nach Rosenheim geplant gewesen. Seitdem hätten sich jedoch die Anforderungen an Tierseuchen- und Hygieneschutz deutlich verschärft, erläuterte der für den Hochbau zuständige Abteilungsleiter Bernhard Gehrmann. „Wir wollen die Chance nutzen, im Untergeschoss bedarfsgerecht zu bauen“, sagte er. Vorgesehen seien unter anderem eine Hygieneschleuse mit Umkleiden sowie Lagermöglichkeiten, die den erhöhten Hygieneanforderungen entsprechen.
Zudem soll ein Untersuchungsraum mit eigenem Eingang entstehen, in dem amtstierärztliche Gesundheitsbescheinigungen für Haustiere ausgestellt werden können, die international reisen sollen.
Der Kreisausschuss beauftragte die Verwaltung des Landratsamtes, die Baumaßnahme umzusetzen. Die entstehenden Mehrausgaben sollen im Haushalt 2027 des Landkreises eingeplant werden.