Rosenheim – Das Jugendintegrationsprojekt „W³ 2.0 – WISSEN WERTE WIR“ der gfi gemeinnützigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH) Alpenvorland ist in eine neue dreijährige Förderperiode gestartet. Wie die gfi Alpenvorland mitteilt, wird das Bildungs- und Integrationsprojekt seit dem 1. Juli erneut durch die Europäische Union kofinanziert.
Das Projekt begleiten teils langjährige Unterstützer: Landrat Otto Lederer übernimmt erneut die Schirmherrschaft, ebenso wie Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan, Dr. Christian Hümmer, Oberbürgermeister der Stadt Traunstein, und Alois Loferer, Bürgermeister von Bad Endorf. „Ob jung oder alt – Demokratie geht uns alle etwas an. Deshalb freue ich mich sehr, die Schirmherrschaft von W³ erneut übernehmen zu dürfen. Zu sehen, wie junge Menschen sich im persönlichen Kontakt für die Demokratie und unsere Gesellschaft einsetzen, ist ermutigend“, betont Landrat Lederer.
Seit seiner Gründung im Jahr 2020 verfolgt W³ das Ziel, junge Menschen für gesellschaftlich relevante Themen zu sensibilisieren und sie zu ermutigen, Verantwortung für ein respektvolles Miteinander zu übernehmen. Eine wesentliche Neuerung betrifft die Zielgruppe: Künftig richtet sich W³ 2.0 an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 13 bis 27 Jahren. Dadurch sollen junge Menschen bereits früher für Themen wie Demokratie, kulturelle Vielfalt, Menschenrechte, Flucht und Migration, Diskriminierung, Rassismus, Gewaltprävention und Gleichberechtigung sensibilisiert werden. Im Mittelpunkt stehen weiterhin die W³-Jugendgruppen. Über einen Zeitraum von neun bis zwölf Monaten treffen sich die Teilnehmer regelmäßig zu wöchentlichen Gruppenstunden, in denen gemeinsam gekocht, diskutiert, reflektiert und gelernt wird. Nach erfolgreicher Teilnahme werden sie als Wissensträger zertifiziert und geben ihr Wissen anschließend gemeinsam mit den W³-Gruppenleitungen in Workshops an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen weiter. Dieser Peer-to-Peer-Ansatz bildet seit Beginn das Herzstück des Projekts.
Mit der neuen Förderperiode erweitert W³ 2.0 sein Angebot um zwei neue Bausteine. Mit dem Format „W³ 2.0 Oma & Opa“ werden engagierte Menschen mit Lebenserfahrung zu Wissensträgern qualifiziert, die Werte- und Vielfaltsthemen altersgerecht in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen einbringen und den generationenübergreifenden Austausch fördern sollen. Darüber hinaus entsteht derzeit eine interaktive W³ 2.0-Wanderausstellung, die Besucher dazu einlädt, gesellschaftliche Herausforderungen auf neue Weise zu erleben. Mithilfe multimedialer und interaktiver Elemente sollen Fragen angestoßen werden – etwa wie sich Diskriminierung anfühlt, wie Vorurteile entstehen und was jeder Einzelne zu einem respektvollen Zusammenleben beitragen kann. Alle Angebote bleiben kostenlos.
Projektkoordinatorin Cornelia Graf blickt mit Vorfreude auf die kommenden drei Jahre: „W³ lebt von den Menschen, die sich mit Offenheit, Neugier und Engagement einbringen. Mit W³ 2.0 möchten wir noch mehr Begegnungen schaffen, neue Zielgruppen erreichen und gemeinsam ein Zeichen für Demokratie, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen.“