Pkw-Dichte in der Region steigt weiter an

von Redaktion

Es gibt immer mehr Autos in Südostbayern. Besonders im Landkreis Traunstein ist die Pkw-Dichte hoch, während die Stadt Rosenheim sogar einen Rückgang verzeichnet. Das zeigen aktuelle Daten des Bayerischen Landesamts für Statistik. Vor allem im ländlichen Raum bleibt das Auto für viele Menschen schlichtweg unverzichtbar.

Südostbayern – Trotz Deutschlandticket, Krise der Autoindustrie, Debatten um Verbrenner-Aus oder den ÖPNV-Ausbau: Es sind immer mehr Autos auf Bayerns Straßen unterwegs.

Das Landesamt für Statistik hat nun die aktuellsten Zahlen bis hinunter auf Landkreisebene veröffentlicht – und spricht vor allem mit Blick auf den Freistaat von einem „sehr hohen Niveau“. Seit 2008 halte der Trend einer stets wachsenden Pkw-Dichte in Deutschland an.

Während in Deutschland auf 1.000 Einwohner 593 Autos kommen, sind es in Bayern schon 639.

Im Bundesländervergleich liegen nur das Saarland und Rheinland-Pfalz etwas höher. Schaut man auf die Region, liegt die Autodichte abermals höher: Am deutlichsten im Landkreis Traunstein, wo auf 1.000 Bürger 706 Pkw kommen. Es folgt der Landkreis Rosenheim mit einer Autodichte von 697, vor dem Kreis Altötting (663), Mühldorf (653) und dem Berchtesgadener Land (650). Mit vier Autos mehr im Vergleich zu 2025 waren die Anstiege in Traunstein und Altötting am höchsten.

In der Region mit Abstand weiter unten rangiert die kreisfreie Stadt Rosenheim. Dort kommen auf 1.000 Stadtbewohner 552 Autos – und: In der Stadt Rosenheim gibt es, entgegen dem Trend, sogar einen Rückgang um drei zum vorigen Jahr. Das passt ins Bild: In Bayern bilden die kreisfreien Städte ohnehin die „Schlusslichter“ mit der geringsten Autodichte. „In ländlichen Regionen ist die Pkw-Dichte aufgrund längerer Pendelwege und einer schwächeren ÖPNV-Infrastruktur deutlich höher als in den Städten“, so die Erklärung des Landesamts für Statistik.

Auf „Platz 1“ in Deutschland liegt die Autostadt Wolfsburg, Heimat von Volkswagen, mit 976 angemeldeten Autos auf 1.000 Einwohner. In Bayern ist es wiederum Ingolstadt, Heimat von Audi, mit einer Autodichte von 738. Traunstein, als „Spitzenreiter“ der Region, liegt deutschlandweit auf Platz 41 und bayernweit auf Platz 22. Am wenigsten Autobesitzer gibt es dagegen in Berlin (330 auf 1.000 Einwohner) und Leipzig (380 auf 1.000 Einwohner).

Den Trend zu immer mehr Autos belegen auch die jüngsten Zahlen zu neu zugelassenen Kraftfahrzeugen. Allein heuer im ersten Halbjahr waren es in Bayern 7,8 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Fast 386.000 Fahrzeuge wurden bis Juni neu zugelassen. Über 64 Prozent von ihnen nutzen alternative Antriebsarten: Hybrid, Plug-In-Technologie oder reine Elektroautos. Vor allem seit 2021 ziehen die Zahlen der „alternativen“ Neuzulassungen stark an. Im Gegenzug werden in Bayern immer weniger Benziner oder Fahrzeuge mit Dieselantrieb angemeldet. Außerdem fällt auf, dass im Vergleich zu 2025 weniger Busse und Lastwagen zugelassen wurden, dafür deutlich mehr Krafträder.

Schaut man zurück auf das Jahr 2000, wird deutlich, wie die Zahlen vor allem in Südostbayern nach oben gingen: In ganz Deutschland ist die Autodichte seitdem um rund 15 Prozent angestiegen, in den Landkreisen Rosenheim und Traunstein sogar um knapp 30 Prozent.

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