Prien – Am Chiemsee hat es zum Beginn der Sommerferien mehrere Fälle von Fischwilderei gegeben. Die Wasserschutzpolizei Prien leitete nach eigenen Angaben insgesamt vier Strafanzeigen wegen Fischwilderei ein und stellte zwei weitere Verstöße gegen das Fischereigesetz fest. Im ersten Fall meldete eine Frau aus dem Bereich Übersee drei Jugendliche aus den Niederlanden, die von einem Tretboot aus angelten. Bei der Kontrolle durch das Polizeiboot stellte sich heraus, dass die jungen Männer weder einen gültigen Fischereischein noch eine Erlaubniskarte besaßen. Zudem hielten sie bereits gefangene Fische verbotswidrig lebend im Wasserbecken des Tretboots. Die Beamten stellten die Angelgeräte sicher und setzten die noch lebensfähigen Fische zurück in den See. Kurz darauf entdeckte ein amtlich bestellter Fischereiaufseher einen weiteren Fall: Ein Schwede betrieb mit einem Elektroboot verbotenerweise Schleppfischerei unter Motor – ebenfalls ohne die erforderlichen Dokumente. Gegen beide Parteien wird wegen des Verdachts der Fischwilderei ermittelt. Die zwei weiteren Verstöße, darunter nicht mitgeführte Dokumente und ein abgelaufener Fischereischein, werden als Ordnungswidrigkeiten behandelt.