Südostbayern – Die Preise für baureifes Land in Bayern gehen, wie nicht anders zu erwarten, nach oben: Im Schnitt mussten Hausbauer im vergangenen Jahr 428 Euro pro Quadratmeter hinlegen. Das zeigen die jüngsten Zahlen, die das Bayerische Landesamt für Statistik nun veröffentlicht hat. In unserer Region gibt es dabei deutliche Unterschiede. So groß, dass manche Landkreise klar über diesem bayernweiten Schnitt liegen und manche weit darunter.
Rosenheim am teuersten,
Altötting am günstigsten
Am wertvollsten ist Baugrund im Landkreis Rosenheim mit 673 Euro pro Quadratmeter, gefolgt vom Landkreis Traunstein mit 500 Euro. Die anderen Landkreise der Region liegen dagegen schon unter dem Bayern-Schnitt: Im Berchtesgadener Land mussten im vergangenen Jahr im Durchschnitt 419 Euro für einen Quadratmeter baureifes Land gezahlt werden, im Landkreis Mühldorf 384 und der Landkreis Altötting ist mit 249 Euro in der Region deutlich am günstigsten.
Die kreisfreie Stadt Rosenheim schert dagegen mit 882 Euro pro Quadratmeter deutlich nach oben aus. Aber: Zumindest im Vergleich zum Vorjahr, 2024, sind die Verkaufspreise in den meisten Landkreisen der Region leicht gefallen.
Die Zahlen, die das Landesamt für Statistik ausgewertet hat, stammen von den Geschäftsstellen der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte. Auch auf Landkreisebene sind es in einem Jahr genug Verkäufe, damit die Zahlen Aussagekraft haben: Im Kreis Rosenheim gingen beispielsweise voriges Jahr 141 baureife Grundstücke über den Tisch, im Kreis Altötting waren es 113 und auch im Berchtesgadener Land, dem Landkreis mit den wenigsten Verkäufen, waren es noch 53. In ganz Bayern wechselten 2025 insgesamt 9.589 baureife Grundstücke den Besitzer. Die Fläche summiert sich auf 7,9 Millionen Quadratmeter.
Preissteigerung um
bis zu 256 Prozent
Vergleicht man die jüngsten Preise mit jenen von 2015, fällt vor allem der Landkreis Mühldorf auf. Dort kostete ein Quadratmeter damals noch 108 Euro – eine Preissteigerung von 256 Prozent. Im Landkreis Traunstein ging es im Laufe der vergangenen zehn Jahre um 191 Prozent in die Höhe und im Kreis Altötting war der Quadratmeter baureifes Land 2015 noch für 94 Euro zu haben – ein Plus von 165 Prozent. Im Berchtesgadener Land zogen die Preise seit 2015 dagegen nur um 55 Prozent an, in der Stadt Rosenheim um 71 Prozent. In ganz Bayern liegt das Plus bei 82 Prozent.
Die Quadratmeterpreise des verkauften Baulands in der Landeshauptstadt sprengen dagegen alles: 3.455 Euro wurden im Schnitt voriges Jahr für einen Quadratmeter in München gezahlt. Unbezahlbar? Mitnichten. 330 Grundstücks-Deals vermeldet das Landesamt für Statistik aus München. Aber auch wenn man die Münchner Verkäufe herausrechnet, wäre Oberbayern noch der teuerste der bayerischen Regierungsbezirke. Am günstigsten war Land vergangenes Jahr in Oberfranken und dort vor allem im Landkreis Hof: Der Quadratmeterpreis lag bei schlappen 41 Euro.
Das Landesamt für Statistik hat nur Grundstücke mit über 100 Quadratmetern berücksichtigt und Flächen, die nach öffentlich-rechtlichen Vorschriften baulich nutzbar sind. „Dazu gehören Grundstücke oder Grundstücksteile, die von der Gemeinde für die Bebauung vorgesehen sind, bei denen die baurechtlichen Voraussetzungen für die Bebauung vorliegen und deren Erschließungsgrad die sofortige Bebauung gestattet“, teilt das Landesamt mit.