Feuerwehr befreit zweijähriges Kind aus Auto

von Redaktion

Am vergangenen Sonntag hat die Feuerwehr in Kiefersfelden ein zweijähriges Kind aus einem verschlossenen Auto befreit. Bei Temperaturen von 33 Grad hatte sich der Wagen automatisch verriegelt, während der Schlüssel im Innenraum lag. Die Einsatzkräfte kühlten das Fahrzeug mit Wasser und öffneten die Tür.

Kiefersfelden – „Im Nachhinein war es keine große Sache“, beruhigt Korbinian Astner von der Kiefersfelder Feuerwehr einen Tag nach dem Vorfall. Am vergangenen Sonntagmittag gegen 13.30 Uhr erreichte die Mannschaft der Notruf einer besorgten Mutter, die mit ihrem zweijährigen Kind in Kiefersfelden zu Besuch war. Sie parkte zentral an der Rosenheimer Straße, stieg aus und schloss die Tür. Doch als sie kurze Zeit später versuchte, den Wagen wieder zu öffnen, war er plötzlich verriegelt – mit Kind und Schlüssel im Innenraum.

Bei 33 Grad Außentemperatur drohte das Fahrzeug, sich immer weiter aufzuheizen und das Kind ernsthaft zu gefährden. „Zum Glück ist unsere Zentrale nur rund 200 Meter Luftlinie entfernt“, berichtet Astner. Rund 15 Helfer rückten mit drei Einsatzfahrzeugen aus. „Vor Ort haben wir den Wagen zunächst mit Wasser von außen heruntergekühlt, um uns mehr Zeit zu verschaffen“, erklärt Astner. Anschließend versuchte die Feuerwehr, die Tür einen Spalt breit zu öffnen, um mit einem Draht an den Griff zu gelangen. „Das hat zum Glück reibungslos funktioniert“, sagt Astner.

Innerhalb von 30 Minuten konnte die Feuerwehr das unversehrte Kind der glücklichen Mutter übergeben. Der ebenfalls alarmierte Rettungsdienst gab nach kurzer Untersuchung Entwarnung. Der letztlich „kleinere Einsatz“ verlief dementsprechend glimpflich.

Der Feuerwehr sind diese Art von Einsätzen bekannt. „Das hatten wir schon zwei-, dreimal bei uns“, schätzt Astner ein. Speziell im Sommer kann es allerdings gefährlich werden, weil sich der Wagen in wenigen Stunden extrem aufheizen kann. Laut der Feuerwehr haben zwar die meisten Autos mittlerweile ein System, das die automatische Sperre verhindert, wenn sich der Schlüssel noch in der Nähe des Wagens befindet. „Aber das funktioniert trotzdem nicht immer“, meint Astner.

Artikel 5 von 9