Bad Aibling – Heiß, heißer, Echelon: Mit diesen Worten lässt sich das Festival-Wochenende an der ehemaligen US-Kaserne in Bad Aibling wohl am besten beschreiben. Und das ist nicht nur den hochsommerlichen Temperaturen geschuldet. Denn über 30.000 Fans der elektronischen Musik kamen am Wochenende ins Mangfalltal – und im Gepäck hatten sie auch ihre wohl ausgefallensten Outfits. Lack, Leder und Netzstrumpfhosen machten einen Großteil der Looks auf dem Festivalgelände aus.
Stars der
Techno-Szene vor Ort
Doch der Fokus lag natürlich nicht auf dem Aussehen oder den Besuchern. Nein, vielmehr standen Tanzen, Freude und Ausgelassenheit an oberster Stelle. Und das diesjährige Line-up ließ gleichzeitig sicher einige Techno-Herzen höher schlagen. Am Freitag (14. August) sorgten Mega-Stars wie Charlotte de Witte, HBz, Angerfist und Lilly Palmer für beste Stimmung.
Und auch am Samstag (15. August) gaben sich die Größen der Szene die Klinke – oder besser gesagt das DJ-Pult – in die Hand. Deborah De Luca, Schrotthagen, I Hate Models und Prada2000 brachten die Mengen schon am Nachmittag zum Beben. Die Besucher hatten das Festival über die Qual der Wahl aus sieben Stages. Mit der heiß ersehnten Abkühlung nach Sonnenuntergang folgte dann ein Highlight auf das nächste. Und spätestens beim Set von Holy Priest auf der Main Stage platzte diese dann aus allen Nähten. Doch nicht nur die Tracks des Hard-Techno-DJs mit der Kreuz-Maske sorgten für strahlende Augen. Auch ein minutenlanges Feuerwerk begeisterte die Fans vor und auf der Bühne. Das große Finale lieferte dann Dr. Peacock. Allerdings nicht alleine. Denn er kam – wie von seinen „in Concert“-Auftritten gewohnt – mit einer ganzen Mannschaft an Musikern nach Bad Aibling. Der niederländische Frenchcore-DJ hatte als Verstärkung unter anderem einen Pianisten, eine Sängerin und eine Violinistin dabei und sorgte damit für ein außergewöhnliches Festival-Erlebnis. Begeistert vom Festival waren zudem auch ein paar bekannte Gesichter. Neben der Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordneten und Parlamentarischen Staatssekretärin im Innenministerium, Daniela Ludwig, mischten sich auch ein paar TV-Stars unter das Publikum in Bad Aibling. Genauer gesagt handelte es sich um einen Reality-TV-Star. Fans dürfte er bekannt sein aus diversen RTL-Formaten wie der „Bachelorette“ oder „Are you the one“. Ganz aktuell ist er außerdem in der derzeit laufenden Staffel von „Ex on the Beach“ zu sehen. Die Rede ist von Lars Maucher. Unterwegs war er mit einem weiteren Reality-TV-Gesicht. Nämlich Markus Schuller, der bei der Prime-Video-Serie „Fboy Island“ zu sehen war. Und auch ein ehemaliger Rosenkavalier mischte sich unters Festival-Volk. Einer der beiden Bachelors aus dem Jahr 2025, Martin Braun, war ebenso vor Ort. Rosen hatte er wohl nicht dabei – dafür aber ordentlich Partystimmung. Neben unzähligen Feiernden und dem ein oder anderen bekannten Gesicht waren auf dem Festivalgelände auch etliche Polizisten anzutreffen. Zu Spitzenzeiten waren über 150 Polizeikräfte im Einsatz, berichtet das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Sonntag (16. August). Doch nicht nur die Beamten sorgten für Sicherheit. In enger Zusammenarbeit mit der Bundespolizei, der Stadt Bad Aibling, dem Landratsamt Rosenheim, dem Hauptzollamt, dem Rettungsdienst, den freiwilligen Feuerwehren, dem Veranstalter und dem eingesetzten Sicherheitsdienst konnte das Festival „weitgehend störungsfrei“ ablaufen. Dennoch: Ein paar Ausreißer gab es bei so vielen Gästen natürlich auch. „Es traten vereinzelt Streitigkeiten mit Körperverletzungsdelikten auf; einige Verkehrsverstöße wurden geahndet“, berichtet das Präsidium. Einen Schwerpunkt bei den Verstößen bildete das Thema Betäubungsmittel – also illegale Drogen. „Die eingesetzten Drogenfahnder stellten verschiedene verbotene Substanzen wie Kokain, Amphetamin, XTC, LSD, Marihuana, Haschisch und verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente sicher“, erklärt die Polizei. 54 Ermittlungsverfahren und Anzeigen wurden diesbezüglich eingeleitet.
Nur zehn Patienten ins Krankenhaus gebracht
Und auch der Rettungsdienst hatte alle Hände voll zu tun. Bei Temperaturen von über 30 Grad waren die meisten der 345 Einsätze auf die Hitze, den Konsum von Alkohol und anderer berauschender Mittel zurückzuführen. „Lediglich zehn Patienten mussten in die umliegenden Krankenhäuser abtransportiert werden“, berichtet das Polizeipräsidium. Große Sicherheitsstörungen und erhebliche Zwischenfälle blieben laut Polizei aus. „Die beiden Einsatzleiter der Polizei, Johann Brumbauer und Markus Jerger, blicken zufrieden auf diesen positiven und erfolgreichen Einsatz.“