Emotionales Comeback für das Frühchenfest

von Redaktion

Mehr als 250 Gäste beim Wiedersehen ehemaliger Frühgeborener – Erstes Treffen nach zehn Jahren Pause

Rosenheim – Nach zehn Jahren Pause hat das Frühchenfest am Romed-Klinikum Rosenheim ein großes Comeback gefeiert. Mehr als 250 Gäste kamen zu dem Wiedersehen: Ehemalige Frühgeborene mit ihren Eltern, Geschwistern und Angehörigen feierten gemeinsam mit den Mitarbeitern des Perinatalzentrums, wie die Romed-Kliniken mitteilen.

Vor zehn Jahren wogen viele der kleinen Patienten bei ihrer Geburt weniger als 1.250 Gramm und verbrachten Wochen oder Monate auf der neonatologischen Station. Beim Frühchenfest war davon wenig zu spüren: Es wurde gelacht, gespielt und erzählt. Vor allem aber war es ein Wiedersehen mit vielen vertrauten Gesichtern.

„An unserem Perinatalzentrum geben wir rund um die Uhr alles dafür, unsere kleinsten Patientinnen und Patienten bestmöglich zu versorgen. Beim Frühchenfest erfahren wir, was aus diesen Kindern geworden ist und dürfen erleben, wie sehr sich dieser gemeinsame Einsatz gelohnt hat“, sagte Dr. Hendrik Jünger, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin.

Hinter den bewegenden Begegnungen des Tages lagen Geschichten, die einst mit Sorge, Unsicherheit und langen Klinikaufenthalten begonnen hatten. Pflegekräfte sowie Ärzte begleiteten die Familien teilweise über Monate – eine besondere Verbindung, die auch nach der Entlassung fortbestand und beim Fest erneut sichtbar wurde. Auch für die Familien hatte sich die gemeinsame Zeit im Rückblick verändert: Was einst von Sorge und Ungewissheit geprägt war, verbindet sich nun mit Freude und schönen Erlebnissen.

„Wenn ein Kind zu früh geboren wird, beginnt für die Eltern eine völlig unerwartete Zeit. Umso wichtiger ist es, dass Geburtshilfe und Kinderklinik von Anfang an eng zusammenarbeiten und die Familien gemeinsam begleiten“, betonte Dr. Andreas Schnelzer, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe.

Rund 2.000 Frühgeborene wurden in den vergangenen zehn Jahren am Perinatalzentrum in Rosenheim versorgt. Heute kommen dort jährlich etwa 200 Kinder vor der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt, mehr als 30 von ihnen wiegen bei der Geburt weniger als 1.250 Gramm. Gemessen an der Zahl der versorgten Frühgeborenen ist Rosenheim heute das größte Level-1-Zentrum in Südostbayern. Neue Konzepte ermöglichen eine zunehmend schonende Versorgung und eine enge Einbindung der Eltern – etwa durch die Elternoase am Klinikum, die Müttern und Vätern ermöglicht, auch während der Behandlung eng bei ihrem Kind zu sein.

Ein dreiköpfiges Team bereitete die Feier vor. Auch der Förderverein der Kinderklinik Rosenheim sowie ortsansässige Unternehmen halfen mit. „Wir sind sehr dankbar, dass so viele Kolleginnen und Kollegen mit angepackt und ihre Zeit und Ideen eingebracht haben. Vieles ist in Eigenregie entstanden, vom Kuchenbuffet bis zu den Angeboten für die Kinder. Auch der Förderverein der Kinderklinik Rosenheim und zahlreiche ortsansässige Unternehmen haben uns unterstützt. Darauf können wir stolz sein. Und am schönsten war es, die Freude der Familien an diesem Tag zu erleben“, sagte Organisatorin Melanie Saler, Oberärztin und Neonatologin der Kinderklinik.

Für die Kinder gab es Hüpfburg, Kinderschminken, Teddybärenkrankenhaus und eine Button-Maschine.

Ein besonderer Höhepunkt war der „Lebensbaum“, den die Mitarbeiter selbst gestaltet hatten: An jedem Ästchen fanden sich der Name und das Geburtsgewicht eines ehemaligen Frühgeborenen, ergänzt durch dessen Fingerabdruck.

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