Alexander Kreipl ist Verkehrs- und umweltpolitischer Sprecher beim ADAC Südbayern. Foto ADAC Südbayern
Rosenheim – Es ist voll auf Bayerns Straßen – und das bleibt auch so. Zumindest, solange die Ferien in Baden-Württemberg und Bayern noch anhalten. Denn bis zum Ende der schulfreien Zeit gibt es noch ein paar Rückreisewellen, auf die sich sowohl die Urlauber als auch Autofahrer in der Region vorbereiten sollten.
A8-Stau: Wann besonders
viel Verkehr droht
Besonders Ende August droht noch einmal ein großes Reise-Wochenende. Denn in Nordrhein-Westfalen enden zum 1. September die Sommerferien. Die Autobahn GmbH warnt in diesem Zusammenhang vor „stark erhöhtem Reiseverkehr“ am Samstag, den 29. August. Am Sonntag, 30. August, erwartet die Autobahn GmbH noch spürbar erhöhten Reiseverkehr. Am Freitag, 28. August, leicht erhöhten Reiseverkehr.
„Wir warnen immer davor, diese klassischen Tage – also die Samstage – zu nutzen“, sagt Alexander Kreipl vom ADAC Südbayern. Zwar hätten einige Urlauber diese Warnung schon in ihrer Reiseplanung bedacht und die Hin- und Rückreise entsprechend angepasst.
Dennoch sei der klassische Bettenwechsel am Samstag nach wie vor ein Thema. „Man muss damit rechnen, dass gerade an den Wochenenden sehr starker Rückreiseverkehr ist.“ Den meisten Verkehr erwartet Kreipl am letzten Ferienwochenende in Bayern und Baden-Württemberg. Also vom 11. bis zum 13. September. An diesen Tagen warnt auch die Autobahn-GmbH. Besonders am 12. September ist wieder von „stark erhöhtem Reiseverkehr“ die Rede.
Wer in der Region dann mit verstopften Straßen rechnet, kann aber womöglich aufatmen. „Ich würde davon ausgehen, dass die schlimmsten Stauerlebnisse auf der österreichischen Seite stattfinden“, sagt Kreipl. Besonders die Tauernroute und der Karawankentunnel seien klassische Staufallen. Auch die Mautstelle Sterzing bis zum Brenner sei ein Hotspot. „Wenn jemand aus Italien oder Kroatien zurückfährt, hat er schon ziemlich viele Stauminuten hinter sich, bevor er überhaupt nach Bayern kommt.“
Dennoch gebe es auch auf der bayerischen Seite in der Region ein paar Autobahn-Stücke, auf denen es zu Stau und zäh fließendem Verkehr kommen kann. „Hauptsächlich dort, wo massive Baustellen auf der Autobahn sind“, sagt Kreipl. Dies betreffe die A8 in der Region Frasdorf und Rohrdorf und zwischen Raubling und Brannenburg. „Nicht neu sind außerdem Verzögerungen am Grenzübergang Kiefersfelden und am Walserberg“, sagt der ADACSprecher.
Doch was, wenn der Urlaub schon gebucht ist, und man auf die Rückreise an verkehrsreichen Tagen angewiesen ist? Einige Urlauber schwören auf nächtliche Fahrten. Ganz ungefährlich ist das aber auch nicht, warnt Kreipl. Fährt man beispielsweise gegen 22 oder 23 Uhr los, fährt man genau in der Zeit, in der der Körper sich sonst seinen Schlaf holt. „Das kann natürlich zu Konzentrationsschwächen führen, was die Unfallgefahr steigert“, warnt Kreipl. „Das sollte man sich wirklich sehr gut überlegen.“ Wogegen allerdings nichts spreche, sei eine Fahrt in den frühen Morgenstunden. „Für den Körper ist es einfacher, in den Tag hineinzufahren, als sich nachts wachzuzwingen.“
Lieber mehr
Zeit einplanen
Einen ultimativen Tipp für eine entspannte Rückreise kann aber auch der ADAC-Experte nicht liefern. „Man sollte sich klar sein, dass man in Ferienzeiten wahrscheinlich nie ohne Stau und Behinderungen in den Urlaub oder heimkommt“, macht er deutlich. Daher: Lieber etwas mehr Zeit einplanen – und sich gegebenenfalls freuen, wenn der große Stau ausbleibt.