Brannenburg – Betend von Brannenburg aus zur Wallfahrtskirche Schwarzlack, dort im Freien ein Feldgottesdienst und abschließend eine gemütliche Einkehr im Garten des Gasthauses Schwarzlack – dies ist einer der Höhepunkte im Jahreskalender der Trachtenvereine im Inngau-Trachtenverband.
30 Fahnenabordnungen boten am vergangenen Sonntag ein farbenprächtiges Bild – und ein beeindruckendes Glaubensbekenntnis.
„Essenzielle Dinge
passieren im Miteinander“
„Annähernd 1.000 Trachtlerinnen und Trachtler sind dabei“, zogen Vorsitzender Pankraz Perfler und Zweiter Vorsitzender Markus „Mäx“ Kronberger ein positives Fazit, wohlwissend, dass die Teilnehmerzahl bei der Wallfahrt seit Corona rückläufig ist.
Eine Premiere hatte Raublings Pfarrer Martin Gehringer als Zelebrant. In seiner Ansprache ging er auf die fortschreitende Digitalisierung ein, bei der man vermeintlich alles von zuhause aus erledigen könnte. „Dabei brauchen wir doch so dringend diese Momente zum Rausgehen, wie diese Wallfahrt. Die essenziellen Dinge passieren doch dort, wo wir miteinander leben.“
Vorsitzender Andreas Mayer vom Trachtenverein „Alpenrose“ Nußdorf brachte eine Dankkerze für das vor Kurzem stattgefundene Inngau-Trachtenfest zur Weihe mit.
Perfler freute sich auch über die Teilnahme von Gauehrenvorstand Walter Weinzierl, einer Abordnung aus dem Chiemgau-Alpenverband, vom Gauverband I sowie von Landrat Otto Leder. „Die Trachtler gengan olle Jahr zu unserer liab’n Muttergottes von da Schwarzlack, um Vergelt’s Gott fia a unfallfreies Gaufest und gelungane Veranstaltunga zu sog’n“, so die Gauvorstandschaft.
Zur Wallfahrt gehört auch eine gemütliche Einkehr, musikalisch begleitet wurde diese von der Musikkapelle Brannenburg unter der Leitung von Christoph Unker.