Rosenheim/Kiefersfelden – Bei Grenzkontrollen an der A93 hat die Rosenheimer Bundespolizei am vergangenen Sonntag zwei Männer gefasst, gegen die Strafbefehle vorlagen. Gegen einen 30-jährigen Rumänen lagen Strafbefehle des Amtsgerichts Kleve wegen Diebstahls sowie des Amtsgerichts Nürnberg wegen Leistungserschleichung vor – einschließlich Verfahrenskosten belief sich die Gesamtforderung auf rund 3.000 Euro. Da er die Summe nicht aufbringen konnte, trat er die Ersatzfreiheitsstrafen an und wurde in die Justizvollzugsanstalt Bernau gebracht, wo er voraussichtlich bis Mitte September bleiben muss.
Auch ein kontrollierter 36-jähriger Tunesier, der lediglich eine abgelaufene niederländische Aufenthaltserlaubnis vorweisen konnte, wurde von der Polizei gesucht: Das Amtsgericht Frankfurt am Main hatte gegen ihn wegen Leistungserschleichung eine Geldstrafe von 400 Euro verhängt, zudem bestanden laufende Verfahren wegen Diebstahls und Körperverletzung. Ein Bekannter beglich die Geldstrafe bei der Bundespolizeiinspektion Würzburg, womit dem 36-Jährigen die 40tägige Ersatzfreiheitsstrafe erspart blieb. Da er jedoch keine gültigen Einreisepapiere besaß, musste er Deutschland unmittelbar wieder verlassen.
Darüber hinaus verweigerte die Bundespolizei über das gesamte Wochenende hinweg 14 Migranten die Einreise, die von Österreich aus in Richtung Rosenheim unterwegs waren. Die Betroffenen stammten laut Angaben der Bundespolizei unter anderem aus Syrien, Pakistan, Tunesien und Gambia.