Obing – Die extreme Dürre hat den Griessee im Gemeindebereich von Obing teilweise austrocknen lassen. Wie berichtet, fallen seither am Boden des Sees bizarre Formationen von Ästen auf, die aus dem freigelegten Schlamm ragen und offenbar die Fantasie davongaloppieren lassen. Dies und Berichte über in anderen Gewässern aufgetauchte Schiffswracks haben zahlreiche Schatzsucher angelockt, die mit Spaten im Naturschutzgebiet nach historischen Funden graben.
Graben nach Fundstücken ist nicht erlaubt
Der Grundeigentümer reagierte verärgert auf den Ansturm. Das Landratsamt Traunstein stellte nun klar, dass Abgrabungen in dem geschützten Bereich verboten sind. Ein Sprecher teilte den OVB-Heimatzeitungen mit, dass das Betreten des trocken gefallenen Sees nicht verboten sein dürfte und somit auch das Agieren mit Metalldetektoren nicht. Doch die Entnahme von Teilen des Ufers (etwa Muscheln oder eine Vielzahl von Schwemmholz) und das Graben nach eventuellen Fundstücken seien nicht erlaubt. Schilfbereiche und Bereiche, die durch Betreten geschädigt würden (etwa durch tieferes Einsinken), dürfen nicht betreten werden.