Vom Anbinde- zum Laufstall: Landwirte holen sich Inspiration

von Redaktion

70 Landwirte besichtigen Betrieb in Bruckmühl und bekommen Ratschläge und Erfahrungswerte für den Hofumbau aus erster Hand

Bruckmühl – Rund 70 Landwirte haben kürzlich die Gelegenheit genutzt, einen vor zehn Jahren umgebauten Laufstall in Bruckmühl zu besichtigen. Wie der Bayerische Bauernverband (BBV) mitteilt, lud die Arbeitsgemeinschaft Einkommenskombination und Nebenerwerb des BBV, Kreisverband Rosenheim, zu einer Abendveranstaltung zum Thema „Umbaulösungen“ ein.

Nach der Begrüßung durch Tom Niedermaier schilderten die Betriebsleiter Bettina und Sepp Hanfstingl ihren Weg vom ehemaligen Anbindestall zum heutigen Laufstall – von der ersten Idee über die Planung und Umsetzung bis hin zu den heutigen Arbeitsabläufen.

Sepp Hanfstingl erläuterte, dass am Anfang eine detaillierte Bestandsaufnahme des vorhandenen Gebäudes stand. Bei der Planung sei es ihm wichtig gewesen, möglichst viele bestehende Elemente weiterzuverwenden und dadurch Kosten zu sparen. Säulen und Fundamente hätten beispielsweise unverändert erhalten bleiben können. Auch die Reihenfolge der einzelnen Umbauschritte spielte laut Hanfstingl eine entscheidende Rolle: „Man muss sich genau überlegen, in welcher Reihenfolge die Maßnahmen umgesetzt werden und wie sich die täglichen Arbeitswege möglichst kurz halten lassen.“

Selbst gebaute
Fütterungsanlage

Besonders großes Interesse weckte bei den Teilnehmern die selbst gebaute automatische Fütterungsanlage, die die tägliche Arbeit der Betriebsleiter erheblich erleichtert und sich gleichzeitig positiv auf Tiergesundheit und Leistung auswirkt.

Beim Rundgang besichtigten die Teilnehmer außerdem die heutige Stallaufteilung mit den Laufhöfen, den Fünfer-Side-by-Side-Melkstand, den Jungviehbereich sowie die angeschlossene Abkalbebox.

Im Anschluss an den Rundgang standen Bettina und Sepp Hanfstingl für Fragen und den persönlichen Austausch zur Verfügung. Bettina Hanfstingl berichtete dabei, wie das Betriebsleiterpaar die Arbeit auf dem Betrieb mit weiteren Standbeinen und Tätigkeiten vereinbart.

Eine klare Aufgabenverteilung, regelmäßige Absprachen und bewusst eingeplante Zeit für gemeinsame Gespräche seien dabei entscheidend – und: „Wir müssen immer gut zusammenhalten.“

Das Fazit des Abends: Ein Stallumbau ist stets eine individuelle Lösung, denn kein Betrieb gleicht dem anderen. Mit guter Planung, Kreativität und dem Blick für praktikable Lösungen lasse sich jedoch vieles umsetzen.

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