Rosenheim – In der Auerbräu-Festhalle laufen die Vorbereitungen immer noch auf Hochtouren. Die letzten Bierbänke werden aufgebaut, im „Johann Auer“ wurde gerade der Hopfen als Dekoration an der Decke befestigt. „Wir freuen uns jetzt alle darauf, dass es endlich losgeht“, sagt Prokurist Michael Hinterseer.
Holzverkleidung
für die Musikbühne
Er führt durch die Festhalle, bleibt kurz vor der Bühne stehen. „Die ist in diesem Jahr neu“, sagt er. Alles sei komplett in Holz verkleidet worden. „Wir versuchen, jedes Jahr attraktiver zu werden.
Die Zeiten, in denen man aufsperren und 16 Tage später wieder zusperren konnte, sind vorbei“, so Hinterseer. Gleichzeitig habe man so auch die Möglichkeit, „sich immer weiterzuentwickeln.“ Während Hinterseer spricht, herrscht um ihn herum reges Treiben. Ein Gabelstapler fährt vorbei, weiter hinten wird noch einmal durchgeputzt. „Die Reservierungen sind sehr gut angelaufen. Wir sind zufrieden“, sagt er. Dort, wo jetzt noch gähnende Leere herrscht, werden sich am heutigen Samstag wieder Hunderte Besucher tummeln, Bier trinken und die Wiesn-Stimmung genießen. „Für 16 Tage können die Leute ihre Sorgen vergessen. Das tut uns allen gut“, sagt Hinterseer. Ein Höhepunkt, den sich die Brauerei gemeinsam mit der Festwirtsfamilie Heinrichsberger überlegt hat, ist die neue Hopfengasse an der Südseite der Auerbräu-Festhalle.
Die Idee dazu entstand bereits im vergangenen Jahr. „Wir hatten diesen wunderschönen Außenplatz, der aber bislang vorwiegend zum Rauchen genutzt wurde“, sagt Hinterseer. Also beschloss man, den Platz vor der Festhalle zu verschönern.
Das Grundgerüst sei bereits vorhanden gewesen. Der Rest sei noch einmal komplett überarbeitet worden. Die Fenster wurden mit unterschiedlichen Motiven versehen. Der Zaun ist neu, die Rückwände wurden ebenfalls erneuert. Alles in einer Holzoptik. „Entstanden ist ein überdachter Freisitz für alle, die gerne Menschen beobachten“, sagt der Prokurist. Besonderes Schmankerl: Ebenso wie im Biergarten wird hier täglich bis 17 Uhr Bier in 0,5-Liter-Bierkrügen ausgeschenkt.
„Für uns ist es eine gute Möglichkeit, ein paar Sachen auszuprobieren“, sagt Hinterseer. So gebe es etwa Überlegungen, Heizstrahler anzubringen, damit die Besucher auch bei kühleren Temperaturen auf der Terrasse sitzen können. Das würde sich beispielsweise auch für Familien mit Kindern anbieten. Eine Reservierung für die Hopfengasse braucht es nicht. „Wenn es gut angenommen wird, könnten wir uns aber vorstellen, auch für diesen Bereich Reservierungen anzubieten“, sagt Hinterseer. Insgesamt bietet die neue Hopfengasse Platz für 300 Besucher auf 30 Garnituren.
Für die Bedienungen
keine leichte Aufgabe
„Für die Bedienungen ist das keine leichte Aufgabe“, sagt der Prokurist. Nicht umsonst werde der Bereich vor der Festhalle auch als Rennbahn bezeichnet. „Wenn man ganz hinten servieren muss, ist es ein ziemlich weiter Weg“, sagt er. Deswegen hat die Brauerei es so geregelt, dass jede Bedienung einmal „auf die Rennbahn muss“. Hinterseer hofft jetzt, dass die neue Hopfengasse von den Gästen gut angenommen wird. Das wünscht sich auch Auerbräu-Betriebsleiter Josef Kronast. „Am gestrigen Freitag zur Bierprobe im ‚Johann Auer‘ war es genau ein Jahr her, dass ich Mitglied der Auerbräu-Familie bin“, sagt er. Er fühle sich sehr wohl. „Im Laufe des Jahres bin ich nun auch verantwortlich für unser Herbstfestmärzen und wir haben es am Donnerstag noch einmal verkostet, bevor es heute auf die Wiesn geliefert wird. Es schmeckt wieder richtig gut“, verrät er.