Stephani-Umritt am zweiten Weihnachtsfeiertag

von Redaktion

Alle zwei Jahre findet in Erharting der Stephani-Umritt statt.

Mehr als 20 Motivwagen werden gestaltet, auf denen in lebenden Bildern, Szenen aus den Heiligenlegenden dargestellt werden. Zweck dieses Umritts ist, die Pferde zu segnen. Traditionellerweise zeigt der erste Wagen Petrus und Paulus, denen auch die Kirche in Erharting geweiht ist.

Außerdem reiten verschiedene Pferdevereine sowie weitere historischen Reitergruppen mit. Insgesamt werden etwa 250 Pferde erwartet. Mittlerweile gilt der Umzug als der größte seiner Art in Bayern.

Dieses Jahr ist es wieder so weit: Der Verein für Brauchtumspflege Erharting wird wieder alle Reiterinnen und Reiter aus der Umgebung zum zweiten Weihnachtsfeiertag zu Ehren des Roßpatrons St. Stephanus nach Erharting einladen. Hier werden treu, nach dem alten Leitsatz der Rosserer „Was auch werd‘, wir bleiben treu dem Pferd“, die Pferde gesegnet. Mittlerweile ist der Brauch 430 Jahre alt.

1589 wurde dem heiligen Stephan zu Ehren ein festlicher Umritt und ein spektakuläres Pferderennen veranstaltet. Einheimische Bauern opferten für die Feierlichkeiten eigens aus Wachs gefertigte Rösslein als Votivgabe. Auch heute werden noch, neben einem geweihten Säckchen Heu, Wachsmodln an die Teilnehmer des Umritts als ein Dankeschön verteilt. Von Hand hergestellt werden diese wunderschönen Kunstwerke zu jedem Stephani-Umritt, nach einem arbeitsaufwendigen Entwurf von Inge Wagner und in Wachs gegossen von Tanja Kolm aus Erharting. fuh

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