Für die Zukunft gerüstet

von Redaktion

Das neue Kinderhaus von Süden betrachtet: Zwischen den drei Kindergartengruppenräumen befinden sich geschützte Plätze zum Spielen im Freien. Die dunklen Elemente an der Fassade sind Holzlamellen, die für Beschattung sorgen und dem Gebäude gleichzeitig den Charakter eines „Stadls“ verleihen.

Großes vor hat derzeit die Gemeinde Oberbergkirchen. Im vergangenen Jahr wurden aufwändige Projekte geplant und angepackt. Im neuen Jahr gibt es deshalb weiterhin viel zu tun, damit die Gemeinde zukunftsfähig bleibt und den Ansprüchen ihrer Bürger gerecht wird.

Das aktuell wohl größte Thema – auch finanziell – ist der Neubau des Kinderhauses. Oberbergkirchen ist bei jungen Familien sehr beliebt, so dass das Kinderhaus bereits zum neuen Kindergartenjahr im September 2017 an seine Grenzen stieß. Um den Betreuungsbedarf kurzfristig trotzdem zu decken, wurden Raummodule (Container) aufgestellt. Dass es sich dabei um keine Dauerlösung handelt, war von Anfang an klar, weshalb sich der Gemeinderat schließlich für den Neubau des Kinderhauses direkt neben der Grundschule entschied. Im vergangenen Jahr waren daher viele Entscheidungen zu treffen, wie das neue Kinderhaus denn aussehen soll. Es soll Platz für drei Kindergarten- und zwei Krippengruppen bieten.
Die Kindergartenräume sind wie drei „Finger“ dem Hauptgebäude vorgelagert. Sie bieten direkten Zugang zu einem jeweils eigenen Spielhof zum Toben im Freien. Auch drinnen ist mit einer eigenen Turnhalle und einem Spielflur viel Raum für Bewegung geboten. Für die Kinder werden frische gesunde Mahlzeiten bald in der großzügigen Küche zubereitet; die Zutaten dafür sollen zum Teil aus dem eigenen Bauerngarten stammen. Im Dachgeschoss des Kinderhauses sind Personalräume und ein Sitzungssaal eingerichtet. Ende 2018 begannen die Erdarbeiten, derzeit ist die Ausschreibung des Bauwerks in vollem Gange. Wenn das Wetter mitspielt, soll es im März mit dem Bau losgehen. Die Fertigstellung des neuen Kinderhauses ist für September 2020 angestrebt.

Barrierefrei

Ein anderes Großprojekt kann dafür bald zum Abschluss gebracht werden – die Barrierereduzierung in der Ortsmitte. Im Herbst des vergangenen Jahres rückten endlich die Baumaschinen an. Im Fokus der Umbaumaßnahmen stand die Treppe und Rampe zum Friedhof. Sie wurde komplett neugestaltet. Für Rollstuhlfahrer, Besucher mit Rollator und alle anderen in ihrer Mobilität eingeschränkten Personen ist der Zugang nun barrierearm. Auch das holprige Pflaster auf den Parkplätzen und den Gehwegen wurde in diesem Zuge ersetzt. Dabei ließ die Gemeinde auch gleich Fernwärmeleitungen und Leerrohre für Glasfaser, Hotspots und E-Ladesäulen einziehen. Die Baumaßnahmen sollen im neuen Jahr vollständig abgeschlossen werden. Es steht noch die Einrichtung einer barrierearmen Bushaltestelle aus und auch der Platz zwischen Rathaus und Dorfladen soll einen neuen Belag bekommen. Mit etwa 315000 Euro fördert die Regierung von Oberbayern das Projekt, das insgesamt rund 360000 Euro kosten wird.

Zeit zum Verschnaufen bleibt nicht. Schon im Frühjahr soll der Breitbandausbau im Außenbereich beginnen. Im letzten Jahr flatterten noch die Förderbescheide ins Rathaus. Die Außenbereiche können dann das schnelle Internet nutzen.

Und noch eine gute Nachricht besonders für den Außenbereich: Um Löschweiher instand zu halten, wurde der Zuschuss für die Arbeiten auf 500 Euro erhöht. Die Freiwillige Feuerwehr Irl hatte die Erhöhung vorgeschlagen, da sich bei der Bearbeitung von Einsatzplänen erneut zeigte, wie wichtig die Weiher für die Löschwasserversorgung sind. Gerade Anwesen im Außenbereich ohne (ausreichende) Versorgung über das Wasserleitungsnetz sind für die Erstversorgung darauf angewiesen.

Im letzten Jahr wurde zudem die gesamte Straßenbeleuchtung in der Gemeinde auf LED umgerüstet. Das ist nicht nur umweltfreundlicher sondern spart auch Strom und damit Geld ein. Die Gemeinde rechnet damit, dass sich die Umrüstung nach acht Jahren amortisiert hat.

Das 2016 erschlossene Neubaugebiet „Am Hang“ hat sich prächtig entwickelt. Wer aus Richtung Zangberg nach Oberbergkirchen kam, konnte die rege Bautätigkeit schön beobachten. Viele junge Familien haben hier ihr neues Zuhause gefunden. Zum Jahresende 2018 waren nur noch zwei Bauparzellen frei.ai

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