Im Zuge der Gebietsreform in Bayern schlossen sich 1978 die ehemals selbstständigen Gemeinden Niederbergkirchen und Oberhofen zur Gemeinde Niederbergkirchen zusammen und bildeten von da an zusammen mit den Gemeinden Niedertaufkirchen und Erharting die Verwaltungsgemeinschaft Rohrbach, deren Verwaltungsgebäude zentral im Ortsteil Rohrbach errichtet wurde.
Die Gemeinde liegt zwischen den Städten Mühldorf und Neumarkt-St. Veit im nördlichen Landkreis Mühldorf und beherbergt auf einer Fläche von knapp 25 km² inzwischen knapp über 1200 Einwohner, was rund 48 Einwohner je km² ausmacht.
Niederbergkirchen hat sich im Laufe der letzten Jahrzehnte spürbar gewandelt, vieles zum Besseren, manches aber auch zum Negativen.
Früher war Niederbergkirchen rein landwirtschaftlich geprägt. Durch die Umstrukturierung in diesem Bereich hat sich aber die Zahl der Haupterwerbsbetriebe drastisch gesenkt und mit ihnen auch die Zahl der Milchviehbetriebe und die Anzahl der in der Landwirtschaft Beschäftigten. Heute kann Niederbergkirchen wegen seiner herrlichen Lage im tertiären Hügelland mit Bergblick vor allem als attraktiver Wohnort punkten. Auch ist Niederbergkirchen weitum als Solardorf bekannt und verfügt inzwischen über neun Bürgersolarkraftwerke, an denen sich vor allem Bürger beteiligen konnten, die über keine eigenen Dachflächen verfügen. Während früher mehrere Gasthäuser im Gemeindebereich als Treffpunkte für Vereine und Feiern zur Verfügung standen, ist davon nur noch eines übrig geblieben, der im Besitz des Schützenvereins „Gemütlichkeit“ befindliche Schützenwirt.
Die Einkaufsmöglichkeiten am Ort beschränken sich derzeit auf dreimalig wöchentliche kurze Öffnungszeiten einer Bäckerei. In diesem Bereich wären Überlegungen und Initiativen etwa für einen Dorfladen sehr wünschenswert, zumal durch die neuen Baugebiete die Bevölkerung wieder wächst und damit auch Kindergarten- und Schulkinder als Kunden vorhanden wären.
Die sonstige Infrastruktur der Gemeinde ist auf einem guten Stand. Sowohl die Straßenanbindung Richtung der nur sieben Kilometer entfernten Autobahn A 94 und der Kreisstadt Mühldorf mit dem Linienstern der Bahn als auch der Zustand der Gemeindestraßen ist weitgehend in Ordnung. Die Wasserversorgung ist durch die beiden Tiefbrunnen der Wassergenossenschaft bei Höllberg und das flächendeckend ausgebaute Leitungsnetz der Gemeinde gesichert und liefert gutes Wasser zu einem günstigen Preis.
Der Bestand der Grundschule, die zusammen mit der Gemeine Niedertaufkirchen betrieben wird, ist auf längere Zeit gesichert, wobei immer zwei Klassen an jedem Schulort unterrichtet werden.
Da der Kindergarten St. Elisabeth aus allen Nähten platzt, ist von Gemeindeseite ein Neubau, der 2019 in Angriff genommen werden soll, geplant. Für sportliche Aktivitäten steht neben dem Sportplatz auch die Mehrzweckhalle zur Verfügung. Im Laufe des vergangenen Jahres herrschte im Gemeindebereich rege Bautätigkeit. Es wurden mehr als zehn neue Häuser errichtet, da in den Baugebieten „Am Kirchweg“, am Südhang und in Miesing-Rohrbach alle gemeindlichen Grundstücke vergriffen sind. Die Gemeinde hat bereits im Bereich Kollmannseck am östlichen Ortsrand einen neuen Bebauungsplan erstellt, in dessen Bereich zeitnah 19 Grundstücke zur Verfügung stehen dürften. Auch wird geprüft, ob das Baugebiet „Am Kirchweg“ noch nach Norden etwas ausgeweitet werden kann. bic