Die Priener Vereine blicken alle auf eine lange Tradition zurück. Und so ist es nicht verwunderlich, dass immer wieder ein Jubiläum zu begehen ist. Im vergangenen Jahr blickte die Krieger- und Soldatenkameradschaft von Prien auf ihr 180-jähriges Bestehen zurück.
Bei der Kranzniederlegung für die verstorbenen Kameraden schlug Ehrenvorsitzender Michael Anner eine eigens ins Eichental gebrachte Kirchenglocke an, die Josefs-Glocke, die einst während der Weltkriege mehrfach von gläubigen Priener Bürgern vor dem Einschmelzen bewahrt wurde. Verwahrt im Heimatmuseum und später im Bauhof von Prien, geriet sie in Vergessenheit.
Vergangenes Jahr – fast 20 Jahre später – erinnerte sie im Eichental mit ihrem Gong an die Gefallenen von einst.
Der Radfahrverein Prien beging 2018 sein 125. Jubiläum. Dass der Verein auf gesunden Beinen steht, erfuhren Interessierte auf seiner Jahreshauptversammlung. So standen 24 Kinder und Jugendliche vergangenes Jahr fast 100-mal am Start diverser Rennen. Mit 25 Neueintritten vor allem von Kindern und Jugendlichen stieg die Mitgliederzahl auf 143.
Die Pferdezuchtgenossenschaft in Prien beging ihr 100-jähriges Bestehen mit einem unterhaltsamen Programm im Herbst, dass rund 3000 Schaulustige anlockte. Der Festtag auf dem Grundstück vom „Moar z´Bruck“ stand unter dem Motto „Rund ums Ross – von Kloa bis Groß“.
Ein Jahr lang wurde der Tag von der Vorstandschaft mit Moar-Bauer Hans Wallner junior vorbereitet. Rund 100 Pferde verschiedener Rassen sowie ihre Einsatzmöglichkeiten wurden gezeigt wie Warmblüter, Haflinger, Friesen, Kaltblütler und Noriker. Auch historische landwirtschaftliche Gerätschaften wurden aufgefahren sowie Kutschen und Gespanne.
Daneben gab es Dressur- und Spring-Vorführungen zu bestaunen. Spektakulär unter anderem der Auftritt von Hans Wallner junior, der die „Ungarische Post“ präsentierte – eine Kür, bei der der Reiter mit je einem Bein auf dem Rücken zweier Pferde stehend galoppiert und dabei noch das Goaßlschnalzen zelebrierte. wp