Wacker will den Turnaround

von Redaktion

Burghausen heute um 19 Uhr bei der SpVgg Bayreuth

Burghausen – Schafft der SV Wacker Burghausen am heutigen Freitag die Wende in der Fußball-Regionalliga Bayern? Nach zuletzt drei Niederlagen am Stück gastiert die Mannschaft von Trainer Matthias Ostrzolek um 19 Uhr bei der SpVgg Bayreuth im Hans-Walter-Wild-Stadion.

Wie die Gäste steht auch die Mannschaft von Trainer Lukas Kling nach sechs Spielen und zwei Auftaktsiegen gegen Augsburg II und beim kleinen Kleeblatt bei sieben Punkten. Ähnlich also auch der Saisonverlauf der beiden Kontrahenten, die stark in die Saison gestartet sind, Hoffnungen geweckt haben, aber zuletzt Lehrgeld bezahlen mussten. Während die Bayreuther am vergangenen Spieltag trotz starker Leistung eine 1:2-Niederlage bei Spitzenreiter TSV Buchbach kassiert haben, war die Enttäuschung bei Wacker nach dem wilden Ritt beim 4:5 gegen Vilzing wohl noch deutlich größer.

„Wir haben die erste Halbzeit ganz viel falsch gemacht. Aber wenn man 0:4 hinten liegt, muss man auch die Moral loben, wenn man noch mal auf 4:4 herankommt“, sagt Ostrzolek, wohl wissend, dass nach dieser Aufholjagd das Momentum bei seiner Mannschaft lag: „Wir hatten ja unmittelbar nach dem 4:4 noch die Chance auf das 5:4, machen das aber nicht und stellen uns dann bei einer Standardsituation richtig blöd an.“

Den Frust über diese denkwürdige Niederlage hat Wacker in einer guten Trainingswoche schon weitgehend aufgearbeitet. „Die Jungs sind ja selbstkritisch. Jetzt geht es darum wieder Selbstvertrauen zu sammeln“, sagt der Wacker-Coach, der weiterhin auf Louis Stegmiller und Elias Crößmann verzichten muss. Inwiefern Neuzugang Luca Lechner aus Köln bereits eine Rolle spielt, ist noch nicht sicher. Die Wechselformalitäten sollten eigentlich schon am gestrigen Donnerstag abgeschlossen werden, prinzipiell sollte der Defensiv-Spezialist also heute im Kader stehen.

Nach der Flut an Gegentoren in den letzten Spielen ist es für Wacker essenziell hinten wieder mehr Stabilität in den Laden zu bekommen. Durchaus eine Herausforderung, denn die Bayreuther haben in der vordersten Linie enormes Tempo, scheiterten zuletzt aber an fehlender Kaltschnäuzigkeit. Wäre also ein Punktgewinn für Wacker schon ein Fortschritt? Ostrzolek: „Ich bereite meine Mannschaft immer so vor, dass sie drei Punkte holen kann. Wir wollen in Bayreuth den Turnaround schaffen.“

In erster Linie natürlich aus sportlicher Sicht, aber auch wegen der Stimmung im und rund um den Verein. „Es ist ja klar, dass die Stimmung nach mehreren Niederlagen am Stück leidet“, weiß der Wacker-Coach, der sich in die Fehde der Fans mit der Vereinsführung nicht einmischen will: „Ich bin da noch zu neu hier und kann das nicht beurteilen. Ich kann nur sagen, dass meine Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen sehr gut ist. Wir stehen immer in einem offenen Austausch.“

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