Man konnte mit vielem rechnen in der Fußball-Bayernliga Süd. Dass jedoch der SV Kirchanschöring und der SV Schalding-Heining nach neun absolvierten Runden zu den Kellerkindern gehören, ist doch eine große Überraschung. Scheitern beide Teams etwa an ihrem doch relativ großen Umbruch? Diese Frage muss man zumindest aktuell mit einem klaren „Ja“ beantworten.
Die Kicker aus dem Landkreis Traunstein verloren jüngst sogar das Kellerduell beim TSV Kottern mit 1:2. Am Bernauer Moritz Hutt, dem bereits dritten Keeper in dieser Saison im SVK-Kasten, lag es übrigens nicht – er machte seine Sache ordentlich. „Anschöring“-Trainer Christoph Dinkelbach ärgerten dagegen gewisse Dinge, die zwar wie Kleinigkeiten wirken, jedoch in Liga 5 elementar sind. Zum Beispiel eine vergebene Torchance kurz vor der Pause: „Da hätten wir nur einen sauberen Querpass spielen müssen“ – das seien „genau die Themen derzeit“. Es gebe zu viele technische Fehler und falsche Entscheidungen im vorderen Teil der Offensive.
Und die nächsten Gegner werden nicht unbedingt leichter, denn am kommenden Samstag (15 Uhr) gibt der TSV 1860 München 2 seine Visitenkarte in der EM-Group-Arena ab. Es seien die Basics, die Dinkelbach Woche für Woche anspreche, und die endlich verinnerlicht werden müssten.
Nach neun Spieltagen würde die Tabelle auch nicht mehr lügen, so der SVK-Trainer. „Wir stehen zu Recht da, wo wir stehen.“
Auch der SV Erlbach darf sich wieder auf eine Heimvorstellung freuen: Eine Woche nach der 0:1-Niederlage im Inn/Salzach-Duell beim TSV 1860 Rosenheim begrüßt die Truppe von Chefanweiser Lukas Lechner den TSV Kottern, gegen den am Freitag (19 Uhr/Holzbau-Grübl-Arena) ein Sieg absolute Pflicht ist – zumindest dann, wenn man vorne dabei bleiben möchte. cs