„Das ist unser Vorteil“

von Redaktion

1860 Rosenheim empfängt heute den SV Erlbach

Rosenheim – Sind aller guten Dinge drei? Bisher hat der TSV 1860 Rosenheim alle Inn/Salzach-Duelle in der Fußball-Bayernliga Süd verloren. Gegen den TSV Wasserburg unterlag die Mannschaft von Wolfgang Schellenberg mit 0:2, gegen den SV Kirchanschöring gab es eine 1:3-Pleite. Nun haben die Sechziger im dritten Anlauf die nächste Chance auf den Sieg: Heute um 19 Uhr ist der SV Erlbach an der Jahnstraße zu Gast.

Die Ausgangslage ist klar: Erlbach ist der klare Favorit. „Das ist unser großer Vorteil“, sagt Schellenberg, dessen Mannschaft in der Liga in Heimspielen immerhin noch ungeschlagen ist. Gegen den aktuellen Tabellenvierten der Bayernliga Süd setzt der Cheftrainer dennoch auf die Grundprinzipien. „Wir müssen Fehler vermeiden und hinten gut stehen“, gibt er die Richtung vor.

Vielleicht kann sich seine Mannschaft dafür beim Gegner orientieren, an der Erlbacher Hintermannschaft haben sich nämlich bereits einige Mannschaften die Zähne ausgebissen. Mit erst vier Gegentreffern in acht Spielen stellt der SVE mit Abstand die beste Abwehr der Liga. Fünfmal blieb Torhüter Egon Weber bereits ohne Gegentor. „Wir werden nicht viele Möglichkeiten bekommen, die wenigen Chancen müssen wir also nutzen“, weiß auch Schellenberg. Rosenheims Trainer hatte nach der Niederlage gegen Kirchanschöring besonders die Gegentore nach Standardsituationen bemängelt. Als „Bayernliga-untauglich“ bezeichnete der Coach das Abwehrverhalten seiner Spieler. Gegen Erlbach könnte den jungen Rosenheimern diese Schwäche erneut zum Verhängnis werden, denn: „Erlbach ist bei Ecken und Freistößen stark.“ Schellenberg hat aber schon Lösungsansätze. „Wir haben überlegt, ob wir auf Raumdeckung umstellen. Von dieser Idee sind wir aber nicht ganz überzeugt“, verrät er. Die Änderungen werden also wahrscheinlich mentaler Natur sein: „Letztlich ist es eine Sache des Fokus. Wir müssen unsere Aufmerksamkeit in solchen Situationen hochschrauben.“

Die Aufmerksamkeit hochschrauben, das gilt für die gesamten 90 Minuten. Mit erst einem Sieg stehen die Sechziger tief im Tabellenkeller – damit hatte Schellenberg aber gerechnet. Und auch seine Spieler haben diese Situation angenommen. „Die Mannschaft wusste von Anfang an, dass es eine schwierige Saison wird“, stellt der Cheftrainer klar. Ein Sieg im Inn/Salzach-Duell würde dennoch für Luft im Abstiegskampf sorgen.

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