Chiemsee-Meisterschaft bleibt spannend

von Redaktion

Vincent Hoesch gewinnt „Weitsee Rennerts“ auf der Fraueninsel

Fraueninsel – Das Weitsee Rennerts auf der Fraueninsel hat den vorletzten Lauf der Chiemsee-Meisterschaft gebildet. Die Chiemsee-Meisterschaft besteht aus sieben Regatten bei sieben verschiedenen Vereinen.

Da heuer allerdings das Blaue Band vom Chiemsee Yacht Club wegen Flaute und die Sommerregatta vom Segelclub Prien wegen Sturm abgebrochen werden mussten, gehen aktuell nur vier Regatten in die Gesamtwertung ein. Nach diesen vier Veranstaltungen führt Jon Philipp Frebel vor Clemens Meyer. Als letzte und fünfte Wertung der Chiemsee-Meisterschaft findet am 12. September der Drei-Buchten-Törn beim SC Breitbrunn-Chiemsee statt, mit anschließender Siegerehrung der Chiemsee-Meisterschafts-Serienwertung.

Das Weitsee Rennerts ist im Gegensatz zu den anderen Regatten der Chiemsee-Meisterschaft als Up-and-Down-Regatta ausgeschrieben. Je nach Windrichtung wird der Kurs ausgelegt. Gemeldet hatten 78 Schiffe, die sich zum Start am Wassersportverein Fraueninsel einfanden.

Die Wettfahrtleitung um Hannes Niggl und Frank Stracke baute bei stabilem Westwind mit circa 14 Knoten die Startlinie auf der großen Wasserfläche des Chiemsee, genannt „Weitsee“, vor Chieming auf und setzte die Rundungstonnen. Einige Teilnehmer waren so motiviert, dass sie bereits eine Minute vor dem Start die Startlinie überquerten. Nachdem immer mehr Segler diesem Beispiel folgten, musste das gesamte Feld wegen Frühstart zurückgerufen und das Startverfahren wiederholt werden. Beim zweiten Start setzte die Wettfahrtleitung die schwarze Flagge, was dazu führt, dass Frühstarter automatisch disqualifiziert werden. Dies hatte Wirkung auf die Segler und der zweite Start klappte ohne Probleme.

Der stabile Westwind sorgte dafür, dass sich vom Start weg die schnellen Mehrrumpfboote sowie die Trapezyachten an die Spitze des Feldes setzten. An der ersten Luvtonne führte Thomas Frank vom WVF auf Flyer XL vor der Familie Koch mit der Asso 99, ebenfalls WVF. Dann folgte Familie Huys, ebenfalls Asso 99 vom Wind Club und Familie Kolbinger auf Joker vom SRV. In dieser Reihenfolge ging es auf die Vorwindstrecke zur Leetonne, durch den konstanten Westwind kam es zu keinen nennenswerten Verschiebungen. Auch als auf der zweiten Kreuz der Wind auf 24 Knoten auffrischte und wegen eines im Norden vorbeiziehenden Gewitters nach Norden drehte, gab es an der Spitze des Feldes noch keine nennenswerten Verschiebungen.

Auf dem zweiten Vorwindkurs kam es dann zur Entscheidung. Der in Führung liegende Thomas Frank auf seinem Flyer XL überschlug sich und kenterte. Erstes Schiff im Ziel wurde die Familie Koch vor der Asso 99 der Familie Huys, Friedl Liese erreichte das Ziel als Dritter und Vincent Hoesch als Vierter. Fünftes Schiff wurde der Joker der Familie Kolbinger, sechstes Schiff die Mannschaft David Grottendieck und Hanns Christoph Schwankner vom SRV auf Streamline. Siebtes Schiff wurde die erste J 80 von Martin Sterkel vom SCPC, den achten Platz erreichte die Mannschaft Joachim Raabe vom SRV. Gesamtsieger nach berechneter Zeit wurde Vincent Hoesch, der damit auch WVF-Vereinsmeister wurde, mit seiner Mannschaft Florian Ihrenberger, Helene Ihrenberger und Michi Grad.

Die ersten Schiffe brauchten nicht einmal eine Stunde, um ins Ziel zu kommen. Aber nicht nur den lange Führenden erwischte es durch eine Kenterung, auch weitere Schiffe kenterten oder schieden aufgrund Materialbruchs aus, unter anderem auch der Vereinsmeister des letzten Jahres, Peter Heistracher. Insgesamt erreichten 16 Schiffe nicht das Ziel und mussten aufgeben.

Die Ergebnisse der Gruppenwertung:

Mehrrumpfboote (6 Boote): 1. Friedl Liese/Walter Vogt, DCC, Hurricane; 2. Philipp Mensing/Berthold Rutz, SSVC, Topcat K 3.

Sportyachten 1 (13 Boote): 1. Johannes Koch/Sebastian Koch/Patricia Koch/Magdalena Koch, Christina Obermeier/Jonas Fischer, WVF, Asso 99; 2. Robert Kolbinger/Sabine Kolbinger/Moritz Kolbinger/Max Kolbinger, SRV, Joker; 3. Dr. Lambert Huys/ Christopher Huys/Lambert Huys jun./Amalia Huys/Magdalena Huys, WCl, Asso 99.

Sportyachten 2 (11 Boote): 1. Richard Buchecker/Claudia Düll-Buchecker, CYC, One design; 2. Jon Frebel/Frank Eisheuer/Ingo Hesse, SRV, Skippi 650 Race; 3. Christoph Asam/Peter Kerschl/Simon Brandl, YCG, SB 20.

Kielyachten 1 (7 Boote): 1. Robert Mayr/Hermann Steiner/Thomas Lang/Gernot Schaicher, Yachtclub des Eisenbahnersports, 30er Schärenkreuzer; 2. Max Fröhlich/Peter Widanski, SCCF, Tempest; 3. Harald Traub/Nikan Traub/Andre Hartwig, SCCF, 40 er Schärenkreuzer.

Kielyachten 2 (10 Boote): 1. Vincent Hoesch/Florian Ihrenberger/Helene Ihrenberger/Michi Grad, WVF, 20er Jollenkreuzer; 2. Christoph Hessel/Michael Conrad/Klaus Kleinen/Hans Hessel/Angelika Bauer, YCU, Dehler 32; 3. Nicole Knauer/Lorenz Böck, YCG, Dyas.

Kielyachten 3 (15 Boote): 1. Anna Eisenreich/Johannes Bantlow/Lorenz Mannhardt, SRV, 5.5er; 2. Jörg Sonntag/Sine Bertelson, WVF, 5.5 er; 3. Arndt Brendecke/Alexander Griebl, SCCF, Cometino 800.

J 80 (10 Boote): 1. Martin Sterkel/Sebastian Bittner/Lukas Neudert/Ruben Sterkel, SCPC; 2. Clemens Meyer/Matthias Neumeier/Michael Hemetsberger, YC Gollenshausen. 3. Ernst Winkler/Michael Grauer/Martin Ixmann, VSaC.

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