Rosenheim – Die Saison in den Fußball-Kreisligen ist gerade einmal drei Spieltage alt, nun hat es aber bereits den ersten Trainerwechsel gegeben: Der SV Westerndorf und Georg Schmelcher gehen ab sofort getrennte Wege.
Wie der Verein mitteilt, habe Schmelcher aus persönlichen Gründen gebeten, seinen Vertrag mit sofortiger Wirkung aufzulösen. Gleichzeitig betont der SV Westerndorf, dass diese Entscheidung keinerlei sportliche Hintergründe habe. „Wir bedanken uns bei Georg für sein Wirken und sein großes Engagement während seiner Zeit in Westerndorf und wünschen ihm auf seinem weiteren Weg alles Gute“, heißt es vom Verein.
Schmelcher hatte das Amt beim Kreisligisten im Winter 2025 übernommen. Der SVW wollte damit wieder mehr Kontinuität auf der Trainerbank schaffen. Nun endet dieses Kapitel aber bereits nach eineinhalb Jahren. Unter Schmelcher gehörte die Mannschaft stets zu den Spitzenteams der Liga. In der Saison 2024/25 landete die Schmelcher-Elf auf dem vierten Rang und hatte lange Zeit um den Aufstieg mitgespielt. Die vergangene Spielzeit beendete der SVW auf dem sechsten Rang.
Interimsmäßig wird nun Sten Laanemaa, der bisherige Co-Trainer, als Cheftrainer die Verantwortung für die Kreisliga-Mannschaft übernehmen. Für den 23-Jährigen keine leichte Situation: Der SVW ist mit nur einem Punkt aus drei Spielen in die Saison gestartet und befindet sich aktuell auf einem Abstiegsplatz. Die sportliche Wende muss also vorerst ohne einen etatmäßigen Cheftrainer gelingen. „Das ist natürlich keine normale Situation. Aber ich kenne die Jungs seit einigen Jahren – und die Jungs kennen mich. Ich habe mit einigen Spielern schon geredet: Die Mannschaft steht hinter mir und zieht voll mit“, blickt Laanemaa zuversichtlich in die Zukunft.