Der Doping-Experte Grigori Rodschenkow sollte einem Bericht des „Spiegel“ zufolge ein Dopingprogramm für die russische Fußball-Nationalmannschaft zur WM 2018 organisieren. Das Nachrichtenmagazin beruft sich auf Aussagen des US-Filmemachers Bryan Fogel, der dem Kronzeugen Rodschenkow zur Flucht aus Russland verhalf und inzwischen eine Dokumentation über den Sportbetrug mit dem früheren Leiter des Moskauer Anti-Doping-Labors drehte. Laut Fogel sollte der Doping-Experte wie schon bei den Winterspielen im russischen Sotschi 2014 auch bei der Fußball-WM mit Manipulationen dem Gastgeber-Team zu Erfolgen verhelfen. „Grigori war schon mitten in den Vorbereitungen dafür, als alles aufflog“, sagte Fogel dem „Spiegel“. Rodschenkow steuerte nach eigenem Bekenntnis ein verdecktes Programm zur verbotenen chemischen Leistungssteigerung bei russischen Sportlern. Im Januar 2016 setzte er sich in die USA ab, weil er in Russland angeblich um sein Leben fürchtete. Durch ein Interview in der „New York Times“ brachte er den Skandal um organisiertes Doping in Russland ins Rollen. Ermittlungen der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA stützten Rodschenkows Darstellung. Russlands Regierung bestreitet systematisches Doping in ihrem Auftrag.
HSV-Investor Klaus-Michael Kühne ist offenbar der zehntreichste Mann Deutschlands. Dies geht aus einer auf Schätzungen beruhenden Erhebung des Wirtschaftsmagazins „Bilanz“ hervor. Der 80-Jährige, der seit Jahrzehnten in der Logistikbranche tätig ist, wird auf ein Vermögen von 9,1 Milliarden Euro taxiert. Auf Platz 13 des Rankings wird mit 8,3 Milliarden Euro Dietmar Hopp geführt. Der Mitbegründer der Softwareschmiede SAP zeichnet u.a. verantwortlich für den Aufschwung des Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim. Ebenfalls noch mehr als eine Milliarde Euro (1,1) besitzt Fleischfabrikant Clemens Tönnies, Vorstandschef von Schalke 04. Der derzeit reichste Deutsche ist Lidl- und Kaufland-Gründer Dieter Schwarz mit einem geschätzten Vermögen von 37 Milliarden Euro.