4:1 – Leipzig dreht wieder am Rad

von Redaktion

Freiburg gibt 1:0 aus der Hand – Timo Werner der Held der Partie

Leipzig – Timo Werner hat RB Leipzig zurück zum Vollgasfußball der vergangenen Saison geführt. Der agile Nationalstürmer war mit einem Doppelpack (48. und 71.) maßgeblich am 4:1 (0:1)-Sieg gegen den SC Freiburg und den ersten drei Punkten auf dem Konto beteiligt. Nachdem der Champions League-Starter in der ersten Halbzeit wie schon zum Auftakt gegen Schalke 04 (0:2) zu wenig aus seiner Überlegenheit gemacht und sich beim Rückstand durch Florian Niederlechner (23.) konteranfällig präsentiert hatte, drehte RB in den zweiten 45 Minuten auf.

Der Lohn waren die Treffer von Werner und Kapitän Willi Orban (55.). Knapp zwei Minuten nach seiner Einwechslung erhöhte Neuzugang Bruma auf 4:1 (80.). Der Freiburger Nicolas Höfler sah wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte (81.). „Wenn man so am Rad dreht wie wir, wird man irgendwann belohnt“, sagte Trainer Ralph Hasenhüttl: „Es war ein Sieg der Moral, weil wir nie aufgehört haben.“ Freiburgs Coach Christian Streich meinte: „Die erste Halbzeit war gut, dann kriegen wir schnell die Tore und haben keine Chance mehr. Mit der Qualität von Leipzig kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Das ist nicht unser Maßstab.“

Bei den Leipzigern musste Stürmer Yussuf Poulsen wegen muskulärer Probleme passen, für ihn feierte 15-Millionen-Mann Jean-Kevin Augustin sein Startelfdebüt in der Bundesliga. Und der französische U21-Nationalspieler war zunächst der überragende Mann auf dem Platz. Wie aus dem Nichts gingen die Gäste aber in Führung: Beim Tor von Niederlechner ließ sich die RB-Verteidigung von einem einfachen Doppelpass und einer Körpertäuschung düpieren. Der Rückstand brachte die Sachsen zunächst aus dem Konzept. Das Anrennen wurde zunehmend unstrukturierter. Außerdem zeigte sich Leipzig anfällig für Konter. Hasenhüttl fand zur Pause passende Worte, denn Leipzig zeigte zu Beginn der zweiten Halbzeit wieder zielstrebigen Vollgasfußball.  sid

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