Unterhaching – Die SpVgg Unterhaching hat den Anpassungsprozess an die Dritte Liga erfolgreich absolviert. Das 4:2 gegen Chemnitz konnte da als Beweis herhalten. Aus den letzten drei Partien holte der Aufsteiger sieben Punkte und ist zudem im Sportpark weiter ungeschlagen.
Doch es gab diesmal nicht nur Licht, sondern auch Schatten, denn die haushoch überlegenen Schützlinge von Trainer Claus Schromm machten sich das Leben etwas schwer und vergab ein halbes Dutzend weiterer klarster Tormöglichkeiten. „Jetzt kommt die Länderspielpause, da können wir an unseren Baustellen arbeiten, da gibt es schon noch etwas zu tun“, meinte Schromm, der dabei besonders an die Arglosigkeit seiner Abwehr bei den Gegentreffern dachte: „Das ist Dritte Liga, da wird so etwas sofort bestraft.“
Die Offensive begeisterte dagegen die 3000 Zuschauer, der Ball lief teilweise wie am Schnürchen, doch es fehlte oft der Killerinstinkt. „Wir müssen da konsequenter sein und eher abschließen“, meinte Sascha Bigalke, der wieder einmal ein tolles Spiel ablieferte und sich als Vorlagengeber profilierte.
Bei einem Treffer von Dominik Stahl und einem Eigentor der Gäste traf Stephan Hain zwei Mal, der allerdings auch mehrere klarste Möglichkeiten vergeigte. Trotzdem verabschiedete das Publikum den unermüdlich rackernden Torjäger mit viel Applaus, und auch Schromm wollte nur noch ein positives Fazit ziehen: „So ein Spiel hätten wir in der Regionalliga vielleicht mit 6:0 gewonnen, aber jetzt sieht es anders aus, wenn du dem Gegner den kleinen Finger gibst, will er die ganze Hand. Das müssen wir lernen, aber wir wollten zuhause ungeschlagen bleiben und das hat geklappt, also gehen wir mit einem kleinen Rucksack in die Pause. Zudem bin ich sehr glücklich, dass wir auf der Bank viele Alternativen hatten, die es dem Trainer schwer machen, sie nicht zu berücksichtigen.“
Auf jeden Fall sind die Hachinger nach den zuletzt gezeigten Leistungen in der Liga angekommen. Für die SpVgg geht es am 5. September mit dem Pokalspiel beim Regionalligisten TSV Buchbach weiter. Am 9. September steht dann in der Dritten Liga das Auswärtsspiel bei den Sportfreunden Lotte auf dem Programm. KLAUS KIRSCHNER