Es ist schon ein paar Jahre her, da wurde Holger Badstuber gefragt, ob er noch wisse, wie er nach einem Tor eigentlich juble. Er sagte, „das kommt spontan“ und fügte hinzu: „Einen Klose-Salto mache ich nicht.“ Beides hat sich am Samstag – 2822 Tage nach seinem ersten Bundesliga-Treffer – bewahrheitet.
Der Ex-Münchner ließ in diesem Moment, nachdem er das 1:0-Siegtor des VfB Stuttgart gegen Mainz geköpft hatte, alles raus. Den Frust nach Jahren voller Rückschlägen genauso wie die Freude nach dem mehr als geglückten Heim-Debüt. Er selbst wollte seinen zweiten Bundesliga-Treffer zwar „nicht an die große Glocke hängen“, das taten aber andere. Unter anderem Neu-Sportvorstand Michael Reschke freute sich über „diesen unglaublich tollen Typen“. Weitere Belege im 131. Einsatz: 82 Prozent angekommene Pässe, 100 Prozent gewonnene Zweikämpfe.
Da braucht es doch keinen Klose-Salto. hlr