Die Erfahrung lehrt: Wenn Rudi Völler schimpft, schimpft er. Nach dem 2:2 von Leverkusen gegen Hoffenheim hörte der Bayer-Sportchef gar nicht mehr auf. „Wolfgang Stark ist da wohl im Keller in Köln vor dem Fernseher eingeschlafen. Dann brauchen wir keinen Videobeweis, wenn eine solche Szene nicht gesehen wird“, sagte – ach was – schrie er mit Blick auf ein vermeintliches Vergehen vor dem 2:2.
Jetzt hat an diesem Wochenende immerhin die Technik funktioniert – Ärger gab es aber trotzdem. Nicht nur Bayer fühlte sich betrogen, auch Augsburgs Trainer Manuel Baum haderte nach einem „hundertprozentigen Handspiel“ über den ausgebliebenen Pfiff. Zum Einsatz kam der Videoassistent zudem in Hamburg, Frankfurt Leipzig, Stuttgart und Hannover. Dieter Hecking sprach das Wort zum Spieltag: „Wir denken schon wieder viel zu negativ. Wir müssen toleranter werden.“ Auch da spricht einer aus Erfahrung. hlr