München – Dieses Loch hat inzwischen stattliche Ausmaße angenommen. Sonderlich schön sieht es nicht aus, aber es beweist eindrucksvoll: Hier wird geschuftet. Seit Ende Juni laufen die Umbauarbeiten auf dem FC Bayern-Gelände an der Säbener Straße. Und dort, wo früher mal das Jugendhaus und die Mehrzweckhalle standen, ist im Moment: Rein gar nichts.
Gefallen sind die Steine Anfang August, nachdem die Halle, in der unter anderem die Handballer und Basketball-Jugend der Bayern beheimatet war, zunächst entkernt worden war. Aktuell sorgen Bagger dafür, das Gelände für den Neubau vorzubereiten, der dann ab Oktober erfolgen soll. Für das Areal sind neue Büroräumlichkeiten vorgesehen, die Geschäftsstelle wird noch mal deutlich vergrößert.
Die Bauplaner hatten sich für diesen Sommer viel vorgenommen, weil mit dem Umzug der Jugendmannschaften auf den kürzlich eingeweihten FC Bayern Campus neue Möglichkeiten entstanden sind. Priorität hatten die Umbauten, die die Trainingsstätten der Profis betrafen: Unter anderem ist am südöstlichen Ende des Trainingsgeländes – dort, wo zuvor ein Kunstrasenplatz war – ein komplett neuer Athletikbereich geschaffen worden. Prachtstück: Der „Hügel der Qualen“, der Felix Magath zu seiner Zeit besonders gut gefallen hätte. Aber auch Carlo Ancelotti weiß, wie man ihn nutzt.
Zwei Laufbahnen mit verschiedener Steigung, auf der Rückseite zwei Treppen mit großen und kleinen Stufen sowie ein Geräteraum wurden gebaut, zudem werden bis Mitte September eine Sandgrube, eine 20 Meter lange Bahn mit taktilen Flächen, eine Tartanbahn für Sprints, ein Fußballtennis-Feld und eine Kunstrasenfläche fertiggestellt sein. Der Bereich wird natürlich mit Rasenheizung ausgestattet.
Schon so gut wie abgeschlossen sind die Umbauten im Bestandsgebäude, wo unter anderem die bisherigen Nachwuchskabinen zum Teil für die Senioren-Mannschaften modernisiert wurden und die Amateure ein neues Fitnessstudio bekommen haben.
Vieles glänzt schon schön neu, kann man sagen. Nur dieses Loch muss halt noch gestopft werden. hanna raif