Hickhack um Höwedes

von Redaktion

Beim angestrebten Transfer nach Turin geht es immer noch um Details – Neu-Kollege Khedira freut sich aber schon auf den (Ex-)Schalker

Gelsenkirchen – Der Wechsel von Weltmeister Benedikt Höwedes vom FC Schalke 04 zum italienischen Fußball-Meister Juventus Turin ist noch immer in der Schwebe. „Ich sage grundsätzlich nichts zum Inhalt oder dem Stand von Vertragverhandlungen. Was ich sagen kann ist, dass es bislang keine Einigung gibt“, sagte Schalkes Manager Christian Heidel gestern..

Die italienische „Gazzetta dello Sport“ berichtete indes, dass der 29 Jahre alte Innenverteidiger heute zum Medizincheck und zur Vertragsunterzeichnung in Turin erwartet werde. Die Klubs hätten sich auf den Wechsel des von Schalke-Coach Domenico Tedesco als Kapitän abgesetzten Profis verständigt. Höwedes, der in dieser Saison noch nicht zum Einsatz kam, solle einen Vierjahresvertrag erhalten. Das Transfervolumen beträgt laut „Gazzetta“ insgesamt 15 Millionen Euro.

Den Angaben zufolge wechselt Höwedes zunächst für vier Millionen Euro auf Leihbasis und soll dann für eine Ablösesumme von elf Millionen Euro gekauft werden. Auch solche Details wollte Heidel nicht kommentieren. Zweifel daran, dass der Deal zustande kommt, hat aber niemand mehr. Auch Höwedes-Berater Volker Struth hatte bei „Sky90“ bestätigt: „Ich gehe davon aus, dass es funktioniert.“

Wie Struth erklärte, seien sich Juventus und Höwedes über einen Wechsel einig. „Es geht jetzt um die Modalitäten“. Er berichtete auch von einem weiteren Angebot aus England. „Der Verein ist aber wenig attraktiv“, so Struth.

Juves Sami Khedira würde sich sehr über die Verpflichtung seines Nationalmannschaftskollegen freuen. „Höwedes ist ein Leader, gibt immer alles. Er kann für uns wichtig werden, wenn es klappt. Momentan sieht es ja danach aus“, sagte Khedira der „Bild“-Zeitung.

Bis zum Transferende morgen (18 Uhr) will Schalke sich noch von Donis Avdijaj und Sidney Sam trennen. An Sam zeigt der VfB Stuttgart Interesse. Ein Wechsel zum VfL Bochum, wo sich der Offensivspieler zuletzt fit hielt, stand laut Heidel nie zur Debatte: „Das ist immer falsch rübergekommen.“  dpa/sid

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