Diamond League-Finale

Kaum Glanzpunkte im Dämmerlicht

von Redaktion

Brüssel – Die Jackpots knackten andere, für die deutschen Leichtathleten hat es am Freitag beim Finale der Diamond League nur zu den Plätzen neben dem Podest gereicht. Bei stark reduzierter Beleuchtung mussten sich im König-Baudouin-Stadion die Diskuswerfer Nadine Müller und Christoph Harting mit Rang vier und fünf begnügen.

Der Diskus-Olympiasieger von Rio konnte dabei im letzten Wettkampf des Jahres seine beste Weite erzielen. Der Berliner kam bei dem von einem Stromausfall stark beeinträchtigten Finale in Brüssel auf 64,55 Meter und verbesserte damit seine Saison-Bestmarke um 42 Zentimeter. „Es hat mich nicht gestört, ich war so im Tunnel“, meinte Harting zur Beleuchtung, die nur durch ein Notstrom-Aggregat gewährleistet werden konnte. Ursache für den Stromausfall im gesamten Stadtviertel soll ein kleineres Feuer in einer Elektrizitätsanlage gewesen sein. Die Saison-Bestweite reichte für Christoph Harting zum fünften Platz und dem ersten Erfolg des Jahres über Bruder Robert, der sich mit 63,96 Metern (8.) begnügen musste.

Glanzpunkte fehlten an dem Abend gänzlich, auch weil die empfindliche Kühle in Brüssel den geplanten Weltrekord über 3000 Meter Hindernis verhinderte. Der kenianische Olympiasieger Conseslus Kipruto verfehlte in mäßigen 8:04,73 Minuten sein Ziel überaus deutlich. Für Nadine Müller gab es noch mal 6000 Dollar für den vierten Platz. Die Hallenserin kam mit dem Diskus auf 62,85 Meter. Den Jackpot knackte Weltmeisterin und Olympiasiegerin Sandra Perkovic aus Kroatien (68,82).dpa

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