Gut eine Woche noch, dann beginnt das neue Schuljahr. Das für 282 bayerische Grundschulen ein ganz besonderes wird: Sie sind dann Teil von fit4future, der Präventionsinitiative von DAK-Gesundheit und der Cleven-Stiftung. Mehr Bewegung, gute Ernährung, eine stressfreie, positive Lernatmosphäre und die Schaffung einer gesunden Lebenswelt Schule sind die Ziele des dreijährigen Programms, in das nicht nur Schüler und Lehrkräfte, sondern auch Eltern einbezogen werden.
Gerade in den letzten Ferientagen können Eltern ihre Kinder schon langsam vorbereiten auf das neue Schuljahr. Kernideen von fit4future lassen sich auch daheim gut in den Alltag integrieren. Allmählich sollte der Biorhythmus angepasst werden, vom Ferienmodus auf das frühere Aufstehen. Gesunder und ausreichender Schlaf sind die Grundlage für ein gesundes Leben, ein Fernseher im Kinderzimmer oder das Handy am Bett sind dabei massive Störfaktoren.
Gemeinsam lässt sich nun auch schon eine gute Lernumgebung schaffen, der Schreibtisch kann aufgeräumt und eingerichtet, ein Terminplan konzipiert werden, wann Hausaufgaben gemacht werden, wieviel Zeit dafür eingeplant werden sollte. Und dabei Bewegungspausen nicht vergessen!
Ein gutes Frühstück ist der beste Start in den Tag, am schönsten ist, wenn sich die Familie dafür Zeit nimmt und es gemeinsam genießt. Da lohnt es sich auch, das Kind ein paar Minuten früher zu wecken. Und natürlich braucht es dann ein gesundes Pausenbrot, zusammen findet man am besten, was nahrhaft ist und auch schmeckt.
Oft wird aber der Alltag für Eltern zum Dauerstress, nachmittags muss das eine Kind zum Fußball, das andere zum Musikunterricht, dazwischen werden Mails gecheckt, das Meeting für morgen vorbereitet, das Abendessen auf den Tisch gezaubert. Für Ruhe, Kreativität und Entspannung bleibt wenig Zeit.
Da hilft mal ein Blick auf den Wochenplan, hat das Kind vielleicht zu viel Termine, sitzt zu lange im Auto? Bleibt noch Zeit, sich richtig auszutoben, mit anderen zu messen, einen Ausgleich zur Schule zu schaffen?
Hetze ist absolut kontraproduktiv, nach dem langen Sitzen in der Schule sollten sich nachmittags Bewegung und Ruhepausen abwechseln, rechtzeitige Bettruhe fördert den gesunden Schlaf. Nur wenn Kinder genug und gut schlafen, wird das in der Schule Erlernte ins Langzeitgedächtnis übernommen.
Konzentration lässt sich auch durch kleine, spielerische Übungen verbessern, Tipps dazu finden sich auf der Internetseite von fit4future. Und das Wochenende gehört dann der Familie: Einfach mal nichts tun, zusammensitzen, reden, lachen. Einen Sonntag lang durch Parks streifen, rennen, klettern, durch Flüsse waten oder eine sportliche Eltern-Kind-Olympiade veranstalten. Und bei Regen? Vielleicht ein Wellnessabend daheim.
Nicht immer lässt sich Stress vermeiden, doch ein paar relativ einfach Tricks helfen, ihn besser zu bewältigen. Wer gut vorbereitet in das neue Schuljahr geht, schafft schon mal gute Voraussetzungen für eine gelungene und möglichst entspannte Zeit. Für Kinder und Eltern.