Rio de Janeiro – Fest steht: Brasilien kommt als bester Südamerikaner zur WM-Endrunde. Bolivien und Venezuela bleibt abgeschlagen noch die Rolle des Spielverderbers. Dazwischen ballen sich sieben Teams, die heute ihre Chance auf eines der drei Direkttickets nach Russland und Platz fünf als Umweg über die Play-offs wahren wollen. Danach gibt es die finale Doppelrunde Anfang Oktober.
Großen Namen im Weltfußball droht im kommenden Jahr die Zuschauerrolle. Deshalb soll Mittelfeld-Star James nach vorheriger Rücksprache mit der medizinischen Abteilung des FC Bayern den Tabellenzweiten Kolumbien (25 Punkte) im Spitzenspiel gegen die mit elf Zählern Vorsprung enteilten Brasilianer wieder anführen. Gleiches gilt für den ebenfalls angeschlagenen Torjäger Luis Suarez und Uruguay (24) im direkten Vergleich mit Paraguay (21).
Ausgerechnet vor dem Höhenduell in Bolivien scheinen bei Chile (23) die Nerven blank zu liegen. Der Münchner Arturo Vidal fühlte sich nach seinem Eigentor beim 0:3 am Donnerstag gegen Paraguay als Sündenbock abgestempelt und drohte mit Rücktritt. 15 Stunden später revidierte er seine Aussage und schaltete wieder in den Angriffsmodus. „Ich würde mich niemals über die Fans beklagen, sie verdienen meinen ganzen Respekt für die Unterstützung, die ich immer bekommen habe. Wegen ihnen mache ich hier weiter.“
Dagegen fährt Peru (21) mit Rückenwind nach Ecuador (20). Denn Platz zwei und acht trennen nur fünf Punkte. Exakt mittendrin im Knäuel der Teams steckt Vize-Weltmeister Argentinien (23), der mit dem Heimspiel gegen Schlusslicht Venezuela die vermeintlich leichteste Aufgabe des Septetts hat. Noch sind die Gauchos aber Tabellenfünfter. „Wenn man in der Tabelle hinten steht, wird man nervös. Die Eliminatorias sind schwieriger als die WM“, bekannte Trainer Jorge Sampaoli nach der Nullnummer in Uruguay.
Dagegen eilt Erzrivale Brasilien von Rekord zu Rekord und schon zu 36 Punkten. Das 2:0 gegen Ecuador war der neunte Sieg in Folge, Platz eins ist der Seleção nicht mehr zu nehmen. sid