Es war die Rückkehr an einen Ort mit spezieller Löwen-Historie. „We go to the top“, rief Vitor Pereira, als er am 19. Dezember im Bräuhaus von Hacker Pschorr erwartungsfrohen Fans vorgestellt wurde. Unter Nachfolger Daniel Bierofka sind die Löwen tatsächlich top, allerdings in der Regionalliga – und als neusortierter Tabellenführer kehrten sie gestern in das Gasthaus auf der Theresienhöhe zurück, das inzwischen „Bussi Bussi Bavaria“ heißt. Anlass war das traditionelle Kräftemessen mit Vertretern anderer Sportarten, „Wiesn-Champion“ genannt. Bierzelt-Deko, Trachtentrikots zur Lederhose, ein Plüsch-Reh in der Kanzel, die Pereira einst bestieg. Und die Löwen hatten drei Top-Gaudiburschen entsandt: Benjamin Kindsvater zapfte erstmals in seinem Leben ein Fass an (drei Schläge), Nono Koussou (r.) bewies Zähigkeit beim Masskrug-Stemmen (3:55), Timo Gebhart erntete Lacher beim Herzerlmalen, weil er das „z“ in „I mog Sech(z)ge“ vergaß. Besser nach Punkten waren am Ende die Bundesliga-Volleyballer aus Herrsching – und die Vertreter der Monaco Sportförderung. Machte dem verletzten Gebhart aber nichts aus: „Solange das Ergebnis nicht auf die Fußball-Tabelle abfärbt, passt es.“ Und eine fand die Löwen auch so top: Patrizia Dinkel, das Wiesn-Playmate 2017 aus Oberfranken.
uli kellner Foto: Rauchensteiner