Unruhe mit Folgen

von Redaktion

Hoffenheim nach 1:2 gegen Braga unter Druck

Sinsheim – Julian Nagelsmann blieb sekundenlang entgeistert auf seiner Bank sitzen. Dann suchte der ehrgeizige Trainer von 1899 Hoffenheim den direkten Weg in die Katakomben und ließ seine Mannschaft nach dem Fehlstart in die Europa League auf dem Rasen stehen. Belastet durch das Bayern-Ballyhoo, das er selbst durch ein Interview ausgelöst hatte, unterlag die TSG 1:2 (1:1) im Heimspiel gegen Sporting Braga aus Portugal – und steht in ihrer Debütsaison auf internationalem Parkett bereits unter Druck.„Wir hatten uns das ganz anders vorgestellt. So wollten wir nicht in die Europa League starten. Das ist bitter“, sagte Verteidiger Ermin Bicakcic.

Nationalstürmer Sandro Wagner (24.) brachte den Kraichgauer Fußball-Bundesligisten in Führung, doch Joao Carlos (45.+1) und Dyego Sousa (50.) drehten die Partie, in der Hoffenheim vor allem in der letzten Stunde nicht zum ersten Mal reichlich Lehrgeld auf internationalem Parkett zahlte: Für die TSG, die in den Play-offs zur Champions League am FC Liverpool gescheitert war, war es im dritten Europapokal-Auftritt der Vereinsgeschichte bereits die dritte Niederlage.

Vor 15 714 Zuschauern in der kaum mehr als zur Hälfte besetzten Rhein-Neckar-Arena bestimmte der Bundesliga-Zweite zunächst das Spiel. Wagners Treffer war die logische Folge. In der 37. Minute hätte Andrej Kramaric die Führung ausbauen müssen, der Kroate scheiterte aber kläglich an Matheus. Diese Nachlässigkeit wurde in der Nachspielzeit der ersten Hälfte durch das Gegentor bestraft, bei dem Joao Carlos unbedrängt einköpfte.

Nach dem Seitenwechsel wurde es vor allem in der Abwehr nicht besser. Die Gäste nutzten die Schwäche der TSG umgehend und gingen in Führung. Das zeigte Wirkung, erst in der Schlussphase erspielte sich Hoffenheim noch einmal Chancen. In der 88. Minute scheiterte Hübner bei einem Versuch aus spitzem Winkel an der Latte.  sid

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