Bereit zum Angriff

von Redaktion

Mit dem Spiel gegen Real Madrid leiten Bayerns Basketballer die heiße Phase der Vorbereitung ein

VON Patrick Reichelt

München – Termine wie dieser sind auch bei den Basketballern des FC Bayern längst wieder Chefsache. Natürlich schaute Uli Hoeneß selbst vorbei um kurz vor Saisonstart einen noch einen weiteren Geldgeber an sein zweites Herzensprojekt zu binden. Die BayernLB wird den Basketballern ab sofort als sogenannter Premiumpartner zur Seite stehen. Was dessen Chef Johannes-Jörg Riegler fast schon unterwürfig kommentierte: „Wir stellen uns als Sponsor hinten an um uns dann hochzuarbeiten.“

So oder so – mit diesem Abschluss kann nun also der Sport wieder in den Mittelpunkt treten. An diesem Samstag (13 Uhr/telekomsport.de) läuten die Bayern im Rahmen der Airport Basketball Days mit dem Testspiel gegen Real Madrid die heiße Phase der Saisonvorbereitung ein. In knapp zwei Wochen steht dann beim Wiedersehen mit Ex-Bayer John Bryant in Gießen der erste Ernstfall an.

Was dann erwartet wird ist klar: Man will ran an den Branchenführer aus Bamberg. Und die Aktien stehen günstig, wie Uli Hoeneß glaubt: „Wenn die Mannschaft ihr Potenzial abruft, dann können wir Deutscher Meister werden.“

Eine interessante Frage wird, wie schnell die Bayern dieses Potenzial ausspielen können. Da trifft es sich wenig günstig, dass die EM-Fahrer erst kurz vor Saisonstart ins Training einsteigen können. Danilo Barthel ist nach dem Viertelfinal-Aus mit der deutschen Nationalmannschaft zwar schon wieder zurück in München. Doch der 25-Jährige darf nach dem strapaziösen Turnier in Tel Aviv und Istanbul zumindest noch bis Montag ausspannen und wird auch das Duell am Flughafen nur als Zaungast miterleben. Kommende Woche, beim Turnier in Zadar ist Barthel nach Lage der Dinge wieder mit von der Partie. Die drei Serben Vladimir Lucic, Stefan Jovic und Milan Macvan, die am Sonntag im EM-Finale stehen, dürften dagegen erst wenige Tage vor dem Start eintreffen.

Bayern-Geschäftsführer Marko Pesic will darin kein allzu großes Problem sehen. Weil der Nationaltrainer des Trios ja auch der Klubcoach ist. „Bei Sasa Djordjevic spielen sie das gleiche System wie bei uns“, sagte Pesic. Die Anpassungsprobleme dürften allso überschaubar sein.

Und vielleicht kommt den Münchnern ja der Bundesliga-Spielplan ganz gelegen. Der sieht für die Bayern zunächst ja vor allem Duelle mit Teams aus der zweiten Tabellenhälfte des Vorjahres vor. Abgesehen von den Finalisten aus Oldenburg, die am fünften Spieltag allerdings im Audi Dome ran müssen.

Pesic indes geht es zunächst einmal weniger um Resultate als um gute Spiele. „Wir wollen Zuschauer in den Audi Dome holen“. Am Flughafen hat das ganz gut geklappt. Der Test gegen Madrid war binnen weniger Tage ausverkauft.

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