Pucks, die von Schlägern springen

von Redaktion

EHC München trifft am Sonntag auf seinen vertrautesten Gegner in der DEL: Wolfsburg

München – Am Sonntag (16.30 Uhr) muss der EHC München in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) bei den Grizzlys Wolfsburg antreten. Es ist die Paarung, die es öfter gibt als jede andere. Normal treffen zwei Teams in der Hauptrunde viermal aufeinander, danach vielleicht auch in den Playoffs (so sie diese erreichen). Begegnungen zwischen München und Wolfsburg hat es in den vergangenen drei Spielzeiten aber insgesamt 25 Mal gegeben – nämlich auch noch im Viertelfinale 2015 und in den Finalserien 2016 und 17.

Nun schon wieder Wolfsburg – wird das nicht ermüdend? EHC-Trainer Don Jackson lacht. „Müdigkeit dürfen wir uns nicht leisten, wir nehmen es als interessante Herausforderung. Sie kennen uns, wir kennen sie.“ Jeweils in jedem Detail.

Keiner von beiden hat derzeit bestechende Form wie in der Playoffs. Die Münchner lieferten beim 3:1 gegen Schwenningen im vorgezogenen Spiel am Donnerstagabend eine Leistung ab, die Trainer Jackson in zwei Kategorien bewertete: „Der Charakter herausragend – doch wir spielen Fehlpässe, die Scheiben springen vom Schläger, das ist auch bei den erfahrenen Spielern so.“ Für ihn aber kein Drama, er kennt das Potenzial seines Teams, in den Drittelpause sprechen die Cracks die Problematik auch von sich aus an. Jackson: „Wir sind verkrampft, wir müssen nur wieder relaxter werden. Durch solche Phasen sind die Spieler alle schon gegangen.“ Die Punktebilanz mit fünf von neun möglichen sei „okay. Vor dem Spiel waren wir mit Schwenningen punktgleich.“

Die Wild Wings hielten gut mit, „in der ersten Hälfte des zweiten Drittels hatte München keinen Torschuss“, konstatierte Pat Cortina, der Schwenninger Coach, der lange beim EHC war. Ab der 32. Minute zeigte sich dann aber der Unterschied: „Sie haben die Tore gemacht, als wir am stärksten waren. Dafür sie sie Meister.“ Günter Klein

Artikel 1 von 11