Arbeit ohne Ertrag

von Redaktion

1:1 – auch unter Schmidt geht Wolfsburg leer aus

Wolfsburg – Bitteres Debüt für Martin Schmidt: Unter seinem neuen Trainer hat der VfL Wolfsburg einen Sieg im Krisengipfel gegen Werder Bremen leichtfertig verspielt. Trotz großen Aufwandes und viel Engagement kamen die Wölfe im ersten Spiel mit Schmidt auf der Bank gegen den Tabellenvorletzten nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus – und sie gaben eine Führung unnötig aus der Hand.

Neuzugang Divock Origi (28.) hatte die Gastgeber zunächst verdient in Führung gebracht, Fin Bartels (56.) konnte für die erst in der zweiten Halbzeit aufgewachten Bremer noch per Kopf ausgleichen. Am Ende waren die Hanseaten den drei Punkten gegen fahrige Hausherren sogar etwas näher. Für den unter Druck geratenen Werder-Trainer Alexander Nouri war das Unentschieden daher eigentlich zu wenig, auch der erst am Montag verpflichtete Schmidt hatte sich mehr vorgenommen.

Aber so verpasste es Wolfsburg, unter dem Nachfolger von Andries Jonker ordentlich Selbstvertrauen für die Partie gegen den FC Bayern am Freitag zu tanken – auch mit dem früheren Mainz-Trainer Schmidt auf der Bank blieb Wolfsburg über weite Strecken der Partie besonders spielerisch einiges schuldig.

Werder wartet nach dem 5. Spieltag weiter auf den ersten Saisonsieg, Nouri wird trotz der ausbleibenden Erfolge öffentlich bisher aber nicht angezählt. „Ich möchte das Motto Arbeit, Fußball, Leidenschaft auch auf den Platz bringen“, hatte Schmidt vor der Partie gesagt.

Wolfsburg war vor 26 174 Zuschauern von Beginn an bemüht, das Geschehen zu bestimmen und mit Tempo zum Erfolg zu kommen. In der zweiten Halbzeit wendete sich aber das Blatt, Werder brachte unter anderem Ishak Belfodil und machte plötzlich Druck – das 1:1 war dafür der Ertrag.  sid

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