Mönchengladbach – Raffael genoss den Jubel bei der Auswechslung, die Umarmung seines Trainers Dieter Hecking fiel herzlich aus. Zwei Tore waren dem Brasilianer gelungen – dank seines kaltblütigen Spielmachers setzte Borussia Mönchengladbach seinen Aufwärtstrend fort.
Die Fohlenelf gewann das dürftige Duell zweier verletzungsgeplagter Mannschaften gegen den VfB Stuttgart 2:0. Raffael war der Mann für den feinen Unterschied: Er erzielte mit einem Volleyschuss (57.) und per Foulelfmeter (74.) seine ersten Saisontore. Zudem durchbrach Hecking mit den Bundesliga-Punkten 500 bis 502 seiner Trainer-Karriere eine Schallmauer. „Am Ende war es ein Arbeitssieg“, sagte Lars Stindl. Der VfB wurde für eine harmlose Vorstellung bestraft und verlor auch sein drittes Auswärtsspiel der Saison. „Uns hat die offensive Entlastung gefehlt“, sagte Trainer Hannes Wolf bei „Sky“.
Einmal mehr war Christoph Kramer der Pechvogel des Tages. Der Einsatz des Gladbachers am Samstag in Dortmund ist fraglich, der 26-Jährige musste zur Pause raus. Er erlitt eine Schädelprellung und einen Riss der Nasenwurzel. Nach dem Spiel wurde er noch in der Kabine genäht. Hecking bezeichnete die Auswechslung als Vorsichtsmaßnahme. Kramer war in der 22. Minute bei einem Kopfballduell mit Anastasios Donis zusammengeprallt. Erst am Samstag in Leipzig hatte er eine Wunde am Kopf erlitten. sid