fussball in kürze

von Redaktion

Attacke auf Fringer – aber keine Reue

Ein erboster Fußballfunktionär hat in der Schweiz am Spielfeldrand einen kritischen TV-Experten geohrfeigt, angerempelt und mit Tritten attackiert. Opfer war der ehemalige Schweizer Nationalcoach Rolf Fringer, der auch schon als Trainer beim VfB Stuttgart gearbeitet hat. Fringer ging zu Boden, als der Präsident des FC Sion, Christian Constantin, zuschlug. Fernsehkameras fingen die Prügelattacke teilweise ein. Die Fußballliga SFL verurteilte den Vorfall „aufs Schärfste“. Die Disziplinarkommission werde ermitteln. Erste Konsequenzen folgten bereits: Constantin muss seinen Posten als Vizepräsident des Bewerbungskomitees für Olympia Sion 2026 räumen. „Ich drehte mich um und hatte schon den ersten Schlag mitten im Gesicht“, sagte Fringer der Zeitung „Blick“. Nun wird es wohl ein juristisches Scharmützel par excellence geben. Fringer denkt über eine Strafanzeige wegen Körperverletzung nach, auch Constantin kündigte den Gang vors Gericht an. Von Reue war bei ihm keine Spur. „Ich habe ihm fünf oder sechs Ohrfeigen verpasst und einen Tritt in den Hintern“, sagte er: „Er war in Bezug auf seine Aussagen mir gegenüber nicht einsichtig. Also musste er gemaßregelt werden.“

Der FC Ingolstadt hat Stefan Leitl zum Cheftrainer befördert. Der bisherige Interimscoach des Zweitligisten erhielt einen Vertrag bis zum Sommer 2019. Diese Entscheidung verkündeten die Schanzer vor dem Gastspiel am Sonntag (13.30 Uhr) beim VfL Bochum. „Wir werden den Weg mit Stefan Leitl weitergehen“, sagte Sportdirektor Angelo Vier am Freitag. Der FCI hatte sich am 22. August nach einem Fehlstart mit drei Niederlagen von Maik Walpurgis getrennt und Amateurtrainer Leitl zunächst als Interimslösung präsentiert. Der 40-Jährige konnte mit sieben Punkten aus vier Partien nachhaltig für seine Beförderung werben.

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