Iserlohn – In den ersten zwei DEL-Wochen hatte dem EHC München das gefehlt: ein Spiel, das auch mal leicht von der Hand geht und in dem der Meister die individuelle Klasse seiner Spieler geltend machen kann. Der 5. Spieltag brachte einen Fortschritt für den EHC: Er gewann bei den Iserlohn Roosters 6:3 (3:0, 2:1, 1:2) und spielte zumindest 40 Minuten frei auf.
Trainer Don Jackson hatte alle Cracks zur Verfügung. Konrad Abeltshauser und Jerome Flaake kehrten aus dem Verletztenstand zurück, auf dem Spielberichtsbogen standen zwei Torhüter, sieben Verteidiger, zwölf Stürmer – volle Stärke. Im Tor kam erstmals David Leggio dran.
München ist eine Iserlohn-Filiale. Michael Wolf, Brooks Macek, Ryan Button, Mads Christensen und Danny Aus den Birken haben schon am Seilersee gespielt. Den Roosters, vor zwei Jahren noch ein Spitzenteam, ist einiges an Klasse abhanden gekommen, sie machten lange keinen guten Eindruck gegen den EHC, die Tore zum 0:2 und 0:3 leiteten sie mit eigenen Fehlern ein. Die Münchner Routiniers wie Steve Pinizzotto und Keith Aucoin freuten sich, wenn zwei Iserlohner sich gegenseitig über den Haufen fuhren und ihnen die Scheibe servierten. Christensen, Aucoin, Pinizzotto, Wolf und Mauer waren die Schützen bis zum sicheren 5:1-Vorsprung, Kapitän Wolf sprach bei telekomsport nach zwei Dritteln von einem „fast perfekten Spiel – aber man muss weiter aufpassen“.
Das machte der EHC dann nicht mehr so gut. Er geriet zwar nicht ernsthaft in Gefahr, aber unter Druck, kassierte zwei Gegentore. Zwölf Sekunden vor dem Ende nutzte Wolf das leere Iserlohner Tor zum 6:3. mm