von Redaktion

EHC München kann schlechten Start in Düsseldorf nicht wettmachen und verliert 4:6

Katastrophen-Drittel wirkt nach

Düsseldorf – Es sah nach Höhenflug aus, nach zurückgewonnener Selbstsicherheit, als der EHC München in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) drei Partien in Folge gewann. Doch am Freitagabend konnte der Meister, als Tabellenführer (mit einem Spieltag mehr allerdings) nach Düsseldorf gereist, die guten Eindrücke nicht ganz bestätigen. Bei der DEG, die auf der Suche nach glorreicheren Zeiten ist, verlor das Team von Don Jackson mit 4:6 (0:3, 1:1, 2:4). Nicht mit dabei war Manager Christian Winkler; 14 Jahre hatte er kein Match verpasst, dann erwischte ihn das Fieber. Musste er sich wenigstens aber nur aus der Distanz ärgern.

„Eine Katastrophe, was wir gespielt haben“, sagte Münchens Verteidiger Yannic Seidenberg, als er sich nach dem ersten Drittel am Mikrofon von telekomsport stellte. Erst am Dienstag hatte der EHC einen Gegner in den Anfangsminuten überrolle (gegen Köln lag er mit 3:0 vorne), nun fand er sich in der Rolle des Opfers: Bei der Düsseldorfer EG geriet der Meister 0:3 in Rückstand. „Wir sind immer einen Schritt zu spät, gewinnen keine Zweikämpfe, so steht’s schnell mal 3:0.“

Alexej Dmitriew kreiselte EHC-Verteidiger Daryl Boyle aus, das war das 1:0 (6.). Boyle stand auch auf dem Eis, als Welsh das 2:0 machte (9.). Und Alexander Barta, der von 2013 bis 15 in München gespielt (und keinen bleibenden Eindruck hinterlassen) hatte, erhöhte auf 3:0 (14.). Danny Aus den Birken, nach drei David-Leggio-Spielen mal wieder im Kasten, lag platt auf dem Eis.

Man weiß von München, dass auf schlechte Phasen immer gute Reaktionen folgen. Im zweiten Drittel agierte der EHC aggressiver, beschäftigte DEG-Torhüter Mathias Niederberger. Steve Pinizzotto gelang der 1:3-Anschlusstreffer, doch er scheiterte im zweiten Drittel auch mit einem Penalty an Niederberger. Da stand es 1:4, denn Bernhard Ebner hatte mit einem Soloauftritt für Düsseldorf schon wieder getroffen, bemängelte aber: „Wir haben zu viele Scheibenverluste.“

Doch Düsseldorf brachte die Punkte in Sicherheit. Barta sorgte mit seinem zweiten Tor fürs 5:1-Polster, das die DEG benötigte. Christensen, Hager und Aucoin verkürzten nach und nach bis auf 4:5, fing sich aber noch das Empty-net-goal zum 4:6.  mm

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