München – Jan-Christian Dreesen, Finanzvorstand des FC Bayern, hat sich bei einem Jagdunfall eine schwere Handverletzung zugezogen. Der 50-Jährige befand sich laut Medienberichten zu Fuß auf dem Weg zum Auto, als sich ein Schuss aus seinem Gewehr löste. Der Unfall passierte am Donnerstagabend gegen 19.30 Uhr im Gemeindegebiet von Brandenberg (Tirol) auf einem Forstweg. Dort hat Dreesen ein Jagdrevier gepachtet.
Wie es in einem Bericht des ORF heißt, hatte Dreesen die Waffe geschultert und das Gewehr mit der linken Hand stabilisiert. Plötzlich löste sich der Schuss und traf Dreesens linke Hand. Dabei erlitt er laut Zeugen schwere Verletzungen am Zeigefinger, vielleicht auch an einem anderen Finger. Fotos, die noch in der Nacht aufgenommen wurden, zeigen eine verbundene, von Schmauchspuren geschwärzte Hand.
Nach tz-Informationen gab es an der Unfallstelle keinen Handyempfang, der Jagdgehilfe von Dreesen soll deswegen, nachdem er den Arm abgebunden hatte, mit ihm etwa 10 km auf dem Weg talwärts gefahren sein. Soweit, bis endlich Handyempfang möglich war. Anschließend wurde die Rettung gerufen.
Die Polizei stellte das Gewehr sicher und ermittelt bezüglich des Jagdunfalls. Nach der Erstversorgung wurde Jan-Christian Dreesen in die Innsbrucker Klinik gebracht, wo er sich laut Kliniksprecher Johannes Schwamberger bereits auf der Normalstation befindet.
Vor seinem Engagement beim FC Bayern hatte Dreesen eine Bilderbuchkarriere hingelegt. Der Diplom-Kaufmann war etwa Mitglied im Vorstand der Bayerischen Landesbank. Im Jahr 2013 folgte er Karl Hopfner als Finanzvorstand beim deutschen Rekordmeister. Zudem ist Dreesen stellvertretender Vorstandsvorsitzender beim FCB. Seit August 2017 vertritt er den FC Bayern im Präsidium der Deutschen Fußball Liga DFL. Markus Christandl