München – Bayerns Beitrag in der 3. Liga? gering. Nur zwei Teams sind dabei, und die spielen an diesem Samstag gegeneinander. Die Würzburger Kickers empfangen die SpVgg Unterhaching zum bayerischen Derby
Der Start beider Klubs in die Saison fiel unterschiedlich aus. Zweitliga-Absteiger Würzburg hat 2017 noch kein einziges Heimspiel gewonnen und hinkt den Erwartungen weit hinterher. Aufsteiger Unterhaching liegt nur fünf Zähler hinter Relegationsplatz drei und zeigte zuletzt einen deutlichen Aufwärtstrend.
SpVgg-Trainer Claus Schromm muss allerdings in Würzburg einige angeschlagene Stammkräfte ersetzen. So steht ein kleines Fragezeichen hinter Uli Taffertshofer, 25, der unbedingt spielen möchte und wieder ins Training einsteigen konnte. Kein Wunder, bei den Würzburger Kickers ist sein Bruder Emanuel, 22, Stammspieler. Bis dato kam es erst zweimal zum direkten Duell der Taffertshofers auf Amateurebene. Der Sieger hieß jeweils Emanuel. „Unsere Eltern sind stolz, dass wir beide in der 3. Liga spielen“, betont der Würzburger: „Das Spiel ist deshalb etwas Besonderes und nicht alltäglich.“
Eine Gemeinsamkeit verbindet die Brüder aus der oberbayerischen Gemeinde Obersöchering. „Wir sind beide im Nachwuchsleistungszentrum des TSV 1860 ausgebildet worden“, berichtet der Hachinger Vizekapitän, der über die Zwischenstation Wacker Burghausen den Weg zur Spielvereinigung fand.
Sein Bruder wechselte direkt von den Löwen zu den Unterfranken. Beide Taffertshofers werden im Derby wohl im defensiven Mittelfeld aufeinandertreffen und bevorzugen die gleiche Spielweise. „Ich komm’ eher über das Körperliche, mein Bruder ist technisch versierter“, erklärte Uli, der zwar keine Prognose wagt, aber optimistisch nach Würzburg fährt: „Wir sind gut drauf, haben zuletzt zweimal gewonnen und kein Gegentor kassiert. Hoffentlich geht es so weiter.“ klaus kirschner