Harnik macht den Gomez

von Redaktion

Mario Gomez war am Samstagnachmittag im Fernsehen aus zahlreichen Perspektiven zu sehen. In Wolfsburg saß der verletzte Nationalstürmer auf der Tribüne, verfolgte artig das 1:1 gegen Mainz. Aber weil er den Weg ins Stadion gewählt hatte anstatt sich daheim die Konferenz reinzuziehen, verpasste er jene Szene, in der Martin Harnik ihm in Gladbach nacheiferte.

„Den Gomez machen“ heißt es ja so schön, wenn ein Spieler einen Ball aus kürzester Distanz – im Fall des Hannoveraners waren es genau 1,89 Meter – nicht im Tor unterbringt. Und einen so guten „Gomez“ hat die Liga lange nicht gesehen. Die Flanke von Bebou lenkte der Österreicher immerhin an die Latte, Gomez hatte bei der EM 2008 (gegen Österreich) drüber geschossen. „Richtig weh“ tat ihm der Fehlschuss, weil Gladbach zum 2:1 traf und Hannover somit die erste Niederlage nach 16 Spielen bescherte. „Wenn Martin den reinmacht, gehen wir als Sieger vom Platz“, sagte Trainer Andre Breitenreiter. Der Fehlschütze sprach von „Riesenscheiße“. Macht man ab jetzt „den Harnik“? hlr

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